West Coast NP – Cape Epic – Augrabies NP – Kgalagadi Transfrontier NP – Solitaire

Posted by on März 31, 2013

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Cape Argus Bike Tour verdaut, Bikes und anderes “Zeugs” verpackt und für den langen Seeweg bereitgestellt, … und weiter geht die Reise.

Wir fahren entlang der Westküste zum West Coast Nationalpark um endlich wieder die Wildnis Afrikas zu genießen. Die Westküste ist eine rauhe Gegend. Karge Vegetation und garstige Winde geben ihr aber einen besonderen Charme. Auch ist diese Gegend nicht annähernd so stark besucht wie die südafrikanischen Standarddestinationen. Für Vogelbeobachtungen ein toller Platz. Wir machen ausgedehnte Spaziergänge, kämpfen mit dem Wind und beobachten den Rhythmus der Meeresbrandung und die gewaltigen Brecher, welche gegen die dem Sandstrand vorgelagerten, skurrilen Felsformationen donnern und in immensen Gischtwolken enden. Ein herrliches Schauspiel!

Paternoster ist ein idyllisches Fischer-/Touristendorf wenig nördlich des Nationalparks. Die weit auseinander liegenden

Campingplätze auf der Columbine Nature Reserve Halbinsel wären fantastisch, wenn der extrem starke Wind und der Regen nicht wäre. Deshalb entscheiden wir uns für ein festes Dach über dem Kopf. Wir finden ein herrliches Zimmer in einem Ferienhaus (Die Opstal) mit freier Sicht auf Meer und Sonnenuntergang.

Ganz in der Nähe ist auch der West Coast Fossil Park mit seinen noch aktiven Ausgrabungsstätten, wo 5 Millionen Jahre alte Fossilien ausgegraben werden. Wir buchen eine sehr interessante Tour zu den Ausgrabungsstätten.

Unser Tagesziel ist Citrusdal. Morgen wird hier das weltbekannte Cape Epic MTB Race starten. 8 aufeinander folgende Tage mit zwischen 100 und 150 km langen Etappen und täglich zwischen 1500 und 3000 Höhenmetern. Alles extrem offroad natürlich, einige Dutzend Kilometer über Sand und Geröll. Definitiv nichts für uns. Wir haben aber eine Einladung von Dennis, unserem Paarler Freund, welcher unsere Bikes so wunderbar hergerichtet hat, ihn mit seinem Team-Partner einen Tag zu begleiten bzw. applaudierend zu unterstützen. Es sind 1200 Teilnehmer aus aller Welt am Start und die Schweizer-Fraktion ist sehr stark.

Wir genießen die Atmosphäre und pilgern von Viewpoint zu Viewpoint um den Teilnehmern unseren Respekt zu zollen. Die schnellsten sind nach etwas über 3,5 Stunden wieder am Ziel, die letzten werden nach 7 Stunden mit dem Besenwagen eingesammelt. Eigentlich dürften wir im  Supporter-Camp übernachten, aber wir wissen, dass dort bis in die frühen Morgenstunden die geschundenen Bikes der Teilnehmer gewartet werden. So ziehen wir es vor, auf dem direkt gegenüberliegenden Campingplatz zu schlafen. Hier ist es ein bisschen leiser und vor allen hat es genügend Duschen und Toiletten. Bevor wir am nächsten Morgen weiter gegen Norden fahren, feuern wir die Teilnehmer nochmals lautstark beim Start an.

Unsere Reise geht nun auf Umwegen weiter Richtung Swakopmund in Namibia. Dort werden wir in 10 Tagen Claudia und Thomas treffen und dann die folgenden vier Wochen Namibia bereisen.

Wir wollen noch unbedingt zu den Augrabies Falls und zum Kgalagadi Transfrontier Park.

Im Augrabies NP checken wir bei extrem großer Hitze ein und sind froh, dass wir von einer 40% Aktion auf den vollklimatisierten Chalets inklusive einer gratis Nachtsafari  profitieren können. Wir buchen für zwei Nächte und fahren gleich wieder los, um den Selfdrive zu den Aussichtspunkten im warmen Abendlicht zu genießen. Uns erwartet eine wunderschöne, felsige und doch liebliche Landschaft. Mal sehr trocken, dann wieder sehr grün in den Flussläufen. Wir sind die einzigen Teilnehmer auf dem Nightdrive und unser Guide erweist sich als sehr erfahren. Er zeigt uns in der klaren Nacht die schönen Sternbilder und erklärt uns wie wir sie auch alleine wieder finden.

Am frühen Morgen brechen wir auf um den Dassie-Trail zu wandern. Dieser Trail führt uns durch kleine Täler und Schluchten, über Bäche und “Felsburgen” zu wunderschönen Aussichtspunkten, hoch über dem Orange River, bis zum Arrow Point. Hier ragt ein schmaler Felsgrat, tief in die Orange Gorge. Gerne würden wir bis an die äußerste Kante weitergehen, aber es geht links und rechts sehr steil runter. Es wird auch langsam heiß und wir kehren zu unserem klimatisierten Chalet zurück.

Die Fahrt zum  Kgalagadi Transfrontier Park führt durch Südafrikas heißeste Stadt: Upington. Nichts wirklich Sehenswertes, deshalb fahren wir auch ohne anzuhalten weiter. In TweeRivieren, dem Haupteingang zum Park ist es wieder extrem heiß. Nach dem Einchecken auf dem Campground fahren wir gleich weiter im kühlen Auto und suchen Löwen oder andere Katzen, welche wir auch auf Anhieb finden.Der Abend bringt dann die erhoffte Abkühlung.

Wir überqueren die Grenze zu Namibia in MataMata. Das erste Mal auf unserer Reise will ein Zöllner einen Blick in unseren Wagen werfen, wohl aus reiner Neugier. Schlussendlich geht aber auch dieser Grenzübertritt schnell und schmerzlos über die Bühne. Wir fahren weiter durch die wunderschöne Kalahari bis nach Stampriet und noch 30 Kilometer weiter. Wir wollen nochmals in die Anib Kalahari Lodge gehen, wo wir vor acht Jahren schon einmal auf dem wunderschönen Campingplatz in den roten Sanddünen logiert haben. Wie wir auf der Lodge ankommen, können wir fast nicht glauben was wir sehen. Die Lodge wurde total umgebaut und um das dreifache vergrössert. Leider sind die drei Campingplätze mit „Private Ablution“ ausgebucht und die Zimmer sind uns zu teuer. Freundlicherweise klärt der Manager ab, ob wir auf einer „Schwester Lodge“ unterkommen. So fahren wir 30 Kilometer zurück nach Stampriet und checken beim Godwana Kalahari Farmhouse ein. Diese Lodge ist viel kleiner, gemütlicher und auch wunderschön. Der Campingplatz liegt etwas abseits neben den Kalahari Weinbergen und unter grossen Palmen. Auch hier haben wir unsere eigenen Sanitäreinrichtungen. Am Abend ziehen dunkle Wolken auf und es weht ein sehr starker Wind. Mit der Dunkelheit beginnt es im 10 Sekundentakt an zu Blitzen und Wetterleuchten. Ein herrliches Schauspiel.

Freunde haben uns die Bagatelle Kalahari Lodge auf dem weiteren Weg nach Swakopmund empfohlen und wir möchten uns mit eigenen Augen von der Besonderheit dieser Unterkunft überzeugen.

Wir fahren nur rund 60 Kilometer und kommen am grossen, einladenden Eingangstor an. Weitere 5 Kilometer über den roten Kalaharisand fahren wir zur Lodge. Wir werden sehr freundlich empfangen und bekommen den Schlüssel zu unserem Campingplatz. Ein wunderschöner Platz, inmitten der roten Sanddünen der Kalahari. Ein wilder Olivenbaum spendet uns Schatten und wir geniessen den ganzen Nachmittag die wunderbare Aussicht. Für den Abend haben wir uns wieder für eine geführte Pirschfahrt mit anschliessendem Sundowner angemeldet und freuen uns schon sehr darauf.

Beim einparkieren hört Ingrid ein ungewöhnliches Geräusch an der Hinterachse. Wir finden die Ursache schnell, können sie aber nicht definitiv beheben. Eine Schutzabdeckung der linken hinteren Scheibenbremse ist abgebrochen und schleift nun im Felgenbett. Bevor das Ding noch die Bremsleitung und den ABS-Sensor beschädigt, bauen wir das Teil aus. Dafür müssen wir allerdings das ganze Rad entfernen. Nach 10 Minuten ist alles erledigt.

Allerdings müssen wir jetzt noch einen Abstecher nach Windhoek machen um das defekte Teil und den fehlenden Stift im Bremszylinder zu ersetzen.

Pünktlich um 16.00 Uhr werden wir an der Rezeption der Lodge von unserem Guide abgeholt und wir fahren fast 2 Stunden durch die herrliche Dünenlandschaft der Kalahari. Dabei sehen wie wieder viele Springböcke, Oryx-Antilopen, Kudus und eine Giraffe. Rund um uns braut sich ein Unwetter zusammen. Dunkle Regenwolken ziehen auf und entladen ihre Energie mit unzähligen Blitzen. Es weht ein heftiger Wind und wir sehen wie sich die Wolken um uns mit heftigen Schauern entladen. Wir verfolgen ein wunderbares Naturschauspiel, Regenbogen! Nicht nur einer, nein gleich im Doppelpack und das von einem Horizont zum anderen. Unser Guide findet die richtigen Wege um den Regen mit unserem offenen Fahrzeug zu vermeiden. Zeitweise fährt er wie ein Besessener, zum Teil auch wild offroad über hohe Dünenkämme. Wir genießen das sehr, andere Gäste etwas weniger. Beim Sundowner haben wir wiederum großes Kino gebucht! Auf der einen Seite ein wunderbarer Sonnenuntergang welcher die roten Dünen zum glühen bringt, auf der anderen Seite die dunklen regen- und energiegeladenen Wolken und die heftigen Blitze im Sekundentakt.

Das Abendessen in der Lodge in herrlichem Ambiente mit Feuer- und Kerzenlicht rundet diesen wunderbaren Tag vollends ab und wir kehren satt, glücklich und müde zu unserem Camp zurück.

In Windhoek fahren wir als erstes zur LR Garage um die defekten Teile zu kaufen. Die Schutzabdeckung gibt’s zum vernünftigen Preis ab Ersatzteillager, den Bolzen allerdings nur in Set mit neuen Bremsbelegen für ca. CHF 120.-. Wir kaufen also nur die Schutzabdeckung und versuchen unser Glück in der Werkstadt. Martin der Werkstadtchef findet einen gebrauchten Stift und schenkt ihn uns! Den Einbau machen wir selber, ist ja in diesem Fall wirklich nicht schwierig.

Unser nächstes Ziel ist der Lake Oanob nahe Rehoboth. Von Gieri und Cathy wissen wir, dass dies ein Übernachtungsort auf ihrer Namibiareise diesen Juli sein wird. Das Resort ist riesig, mit vielen größeren und kleineren privaten Ferienhäusern entlang dem Seeufer, welche aber überwiegend an Touristen vermietet werden.

Zwischen den weit auseinander liegenden Häusern gibt es auch wunderschöne Campingplätze, teilweise mit Private Ablutions. Wir dürfen aus vier Plätzen auswählen. Für einmal sind wir nicht gleicher Meinung und werfen eine Münze. Die Entscheidung fällt auf C7, ein Platz mit drei Gebäuden; einem Toiletten/Duschhäuschen, einer gedeckten Küche und Grillplatz und einer riesigen Aussichtsplattform oberhalb des Seeufers. Wir verplempern den ganzen Tag auf der Terrasse mit lesen, beobachten, dösen, essen und genießen.

Noch zwei Tage bis Swakopmund. Der nächste und letzte Stopp vor Swakopmund ist Solitaire. Ursprünglich eine Tankstelle auf halbem Weg von Walfishbay nach Sosousvlei. Heute ein touristischer Treffpunkt mit Lodge, Camping, kleinem Supermarkt und der berühmten Wüstenbäckerei von Moses. Bekannt für den vorzüglichen Apfelkuchen. Wir stärken uns mit eben diesem und einer Tasse Kaffee und nehmen die letzten 25 km bis zur Tsondap Valley Ranch in Angriff. Eine sehr abgelegene Ranch in den Dünen der Namib. Die Toiletten und Duschen mit freier Sicht auf ein Tal mit einem Wasserloch für das Wild und die wunderbaren Dünen im Hintergrund. Auch hier wollen wir eine geführte Fahrt durch die Dünen mit anschließendem Sundowner machen, umso mehr als wir in einem uralten Landy Series 2 fahren werden. Es geht steil bergauf und bergab. Gemächlich über rollende Hügel und zurück zur Lodge.

Mit einbrechender Dunkelheit erkunden wir den Sternenhimmel mit unserer neuen iApp. Wir finden das Kreuz des Südens, sehen Jupiter, Castor & Pollux, Sirius und die drei Könige. Wunderbar!

Heute nehmen wir das letzte Stück vor Swakopmund in Angriff. Uns erwartet eine schreckliche, 300 km lange Wellblechpiste. Eine Schande! Dieses Strassenstück wird wohl von 95% der Touristen gefahren und ist nicht besser zurechtgemacht. Neben dem ewigen Gerüttel staubt es auch zu allen Ritzen rein, wenn uns ein Wagen entgegenkommt. Und dann passiert es! Nach über 37’000 km ohne Reifenpanne durch das ganze südliche Afrika holen wir uns einen platten Hinterreifen. Wir müssen einen großen, spitzen Stein getroffen haben. Trotz speziell starker Lauffläche durchdringt der Stein alle Schichten und hinterlässt ein daumendickes Loch. Nach einer viertel Stunde ist das Rad gewechselt und wir machen uns ohne weiteres Reserverad umso vorsichtiger auf die letzten hundert Kilometer nach Swakopmund.

Wir suchen auf direktestem Wege einen Reifenhändler. Unsere Dimension gibt es nur auf Bestellung in Afrika. Da alle Reifen stark abgefahren sind, entscheiden wir uns für vier neue Reifen mit dem gleichen Umfang wie der noch neue Reservereifen. Die neuen vier sind aber viel breiter als die alten, wahre Monster! Wir bekommen einen guten Preis und lassen die neuen Finken aufziehen. Jetzt noch einkaufen, bevor die Läden schließen und dann zu Karsten und Yvonne ins B&B, wo wir auf Claudia und Thomas warten werden.

Fortsetzung folgt…

 

 

 

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