Von Katherine (Northern Territory) nach Kununurra (Westaustralien)

Posted by on September 27, 2013

Warning: mysql_get_server_info() [function.mysql-get-server-info.php]: No such file or directory in /home/meyerp4/www/wordpress/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

Warning: mysql_get_server_info() [function.mysql-get-server-info.php]: A link to the server could not be established in /home/meyerp4/www/wordpress/wp-content/plugins/xml-google-maps/xmlgooglemaps_dbfunctions.php on line 10

In Kathrine füllen wir unsere Vorräte auf, da wir die nächsten Tage in Parks verbringen werden. Alles geht gut, nur auf eine Flasche Wein müssen wir verzichten. Alkohol wird nur in Spezialgeschäften (Bottle stores) verkauft und die öffnen in Kathrine erst um 2 Uhr nachmittags. Hier im Norden ist es heiß und tropisch feucht. Entsprechend freuen wir uns über den Pool auf dem Kathrine Gorge NP Campingplatz. Den Nationalpark erkunden wir mit einem Kanu. Da der Fluss zu wenig Wasser führt, bekommen wir zwei Kanus: mit dem ersten Kanu paddeln wir los, das zweite steht für uns oberhalb eines trockenen Flussabschnittes bereit. So weit, so lustig. Was uns die Kanuvermieter verschweigen, ist die Tatsache, dass zwei Kilometer weiter wieder eine trockene Stelle kommt. Da heißt es dann aussteigen und das Kanu schwitzend über die Steine ziehen. Wir paddeln weiter, aber nach ein paar Hundert Meter ist definitiv Schluss und wir müssen umkehren. Trotzdem ist es ein schöner Ausflug. Das Wasser ist herrlich kühl und wir dürfen auch im Fluss schwimmen. Man hat uns versichert, dass die Parkverwaltung alles tut, um die aggressiven Salzwasserkrokodile aufzuspüren und die Süsswasserkrokodile seien ungefährlich….

Noch weiter im Norden ist der riesige Kakadu Nationalpark. Unser erster Standplatz ist bei Gunlom. Gunlom ist bekannt für seinen Wasserfall und seine Pools. Der Pool unter dem Fall ist Heimat für Krokodile, die Pools oberhalb der Fälle sind für die Besucher. Nach einem schweißtreibenden Aufstieg sind wir froh über die herrliche Abkühlung und während des restlichen Nachmittags erkunden wir die verschiedenen Pools. Am Abend sitzen wir gemütlich draussen und plaudern mit Schweizer Bekannten, welche wir bereits im Katherine Gorge Park getroffen haben. Da die Zufahrt zu Gunlom eine Naturstrasse mit Wellblech, Staub und anderen Holprigkeiten ist, ist der Platz fast leer und in der Nacht geniessen wir für einmal die Stille. Dieser Platz hat uns sehr gut gefallen und am nächsten Tag fahren wir alle Campingplätze auf dem Weg ins Zentrum des Parks an. Diese sind aber staubig, ohne Naturpools in der Nähe und teilweise mit einer bescheidenen Ausstattung. So fahren wir weiter bis zum komfortablen Platz im Zentrum. Dieser hat einen Swimming Pool und ist grün. Unterwegs haben wir natürlich auch die verschiedenen Sehenswürdigkeiten angeschaut, einzig auf die 70 km Zufahrt zu den Jim-Jim und den Twin Falls haben wir uns geschenkt. Um diese Jahreszeit führen die Fälle fast kein Wasser und die Strasse dorthin soll in einem schlechten Zustand sein. Das ersparen wir uns und dem Defender. Am Abend geniessen wir ein Glas Wein (gekauft an der Bar) und stossen auf Mirjam’s Erfolg bei der Lehrstellensuche an. Ihre Nachricht hat uns riesig gefreut.

Die Nacht wird eher laut, da einzelne Aboriginals betrunken und laut lamentierend durchs Camp laufen. Wir lernen durch verschiedene Gespräche mit Australiern, dass die Aboriginals absolut keinen Alkohol vertragen und in vielen Gebieten gibt es auch ein striktes Alkoholverbot für sie. Leider sind betrunkene Australier nicht die einzigen Lärmquellen auf den Campingplätzen. Es passiert immer wieder, dass Australier oder auch Ausländer Musik hören oder sonst sehr laut sind. Selbst auf kleinen Plätzen in den Parks kommt dies vor.

Von einer Rangerin hören wir, dass im Dorf ein kleines Festival stattfindet. Dabei tanzen die Aboriginals, spielen Digeridoo und singen. Es soll auch sehr leckeren Bush Tucker Food geben. Da wollen wir natürlich dabei sein und mischen uns unter das Volk. Die Atmosphäre ist sehr entspannt und jedermann scheint sich gut zu amüsieren.  Unser Timing ist gut: bald schon wird der Bush Food verteilt. Es gibt Spaltfuss-Gans, Büffel und Barramundi. Wir waren ja schon sehr skeptisch, mussten dann aber zugeben, dass das Essen wirklich schmeckt. Die Tänze und die Musik geben einen kleinen Einblick in die Kultur der Einheimischen, wir sind aber nicht wirklich begeistert und bald darauf verlassen wir das Fest und laufen zurück zum Camp.

Darwin ist eine kleine saubere Stadt und wir erkundigen sie zunächst zu Fuss. Der Hafenbereich ist richtig gediegen, für einen Sundowner sind wir aber noch etwas zu früh. An den sehr schönen Stränden entlang schauen wir die gepflegten Aussenquartiere und Stadtparks an. Da unser Campingplatz ausserhalb des Städtchens liegt, fahren wir am Nachmittag wieder aus der Stadt raus und kühlen uns am Pool ab. Seit mehreren Wochen ist es tagsüber häufig über 40 Grad und hier im Norden kommt noch eine Portion Feuchtigkeit dazu. Wir schwitzen. Das Angenehme ist, dass es in der Nacht abkühlt und wir sehr gut schlafen.

Wir fahren weiter in den Litchfield Nationalpark. Die Besonderheit des Parks sind die grossen Termitenhügel und die vielen Wasserfälle mit den kühlen Badepools. Wir steuern einen Wasserfall nach dem anderen an und begutachten auch gleich die angrenzenden Campingplätze (wo vorhanden). Am späteren Nachmittag entscheiden wir uns für einen kleinen Platz mit lediglich Toiletten aber keinen anderen Einrichtungen (Buley Rockhole). Nur 100m weiter ist ein Bach mit verschiedenen Pools. Dort sitzen wir dann im Wasser bis es Zeit zum Kochen ist. Es ist eine der Nächte, wo wir die Stille geniessen möchten, es sind nur etwa fünf Plätze besetzt und diese liegen weit auseinander. Alles geht gut, bis um 4 Uhr morgens ein Auto zufährt und vier junge Franzosen aussteigen. Diese haben den Nerv, ihr Zelt in unmittelbarer Nähe aufzustellen und draussen weiter zu schwatzen. Australier beschweren sich selten und so lassen auch wir es bleiben. Wir wundern uns aber über die Rücksichtslosigkeit und Gedankenlosigkeit anderer Touristen.

Am nächsten Morgen wollen wir über eine Naturstrasse durch den Park weiterfahren. Es gibt Tage, da hören wir ein Geräusch an unserem Defender. Der Defender macht viele Geräusche und wir wissen mittlerweile, welches die guten Geräusche sind. Das, was wir jetzt hören, ist kein solches Geräusch. Wir fahren langsam vorwärts, rückwärts, machen eine kleine Kurve und bald schon haben wir den Übeltäter identifiziert. Es ist der hintere Bremsscheiben-Schutz, der die Bremse von herumfliegenden Steinen, Ästen, etc. schützen soll. Das ist nichts Dramatisches, sollte aber behoben werden, da wir in Kürze über die Gibb River Road fahren wollen. Das bedeutet Naturstrassen und 4×4 Strecken. Im Litchfield Park sind wir zwar nicht wirklich abgelegen, trotzdem haben wir hier keinen Telefonempfang. So können wir ohne schlechtes Gewissen unser neues Satellitentelefon in Betrieb nehmen und einen Land Rover Händler in Darwin suchen, der unser Ersatzteil zur Verfügung hat. Gesagt, getan, wir fahren also nordwärts statt südwärts, um das Ersatzteil abzuholen. Der kleine Umweg kostet nur knapp 300km, was in diesem Land wirklich nicht viel ist. Wir haben Erfahrung mit diesem Teil und bauen es selbstverständlich selber ein…

Via Katherine fahren wir Richtung Kununurra, das heisst, jetzt geht es westwärts. Bevor wir auf die Gibb River Road gehen, machen wir einen Abstecher zum Bungle Bungle Nationalpark. Dieser Park ist berühmt für seine bienenkorb-ähnlichen Felsformationen. Die Zufahrt zum Park ab Kununurra besteht aus 250 km Teerstrasse und 50 km Naturstrasse. Für beide Teilstrecken brauchen wir gleich viel Zeit. Die Naturstrasse ist kurz vor Saisonende in einem erbärmlichen Zustand (Wellblech) und wir fürchten, dass das Auto gleich in 1000 Stücke zerfällt. Wir schimpfen laut vor uns hin und denken auch an’s Umkehren. Da der Park aber wirklich schön sein soll, kämpfen wir uns langsam vorwärts. Die Dame im Besucherzentrum ist sehr nett und hilfsbereit und unsere Stinkelaune verfliegt schnell wieder. Der Park ist fast leer und wir finden einen schönen, schattigen Platz für die Nacht. Wir stehen früh auf, um die Wanderungen im Park zu machen. Insgesamt sind es mehr als 12km und wir schwitzen ganz schön. Duschen hat es im Park nicht und so nehmen wir nach 1 ½ Reisejahren zum ersten Mal unsere eigene Dusche hervor (in Afrika hatten auch abgelegene Plätze meistens eine Dusche – Central Kalahari als Ausnahme; wir sind also keine „Grüsel“). In Westaustralien haben wir die Uhr 1 ½ Stunden zurück gestellt, es wird früher dunkel (um 6 Uhr abends) und früh wieder hell (um 5 Uhr morgens). Früh aufstehen ist also kein Problem. Wir bleiben einen Tag länger, um auch die Wanderungen im Nordteil des Parks zu machen. Am Mittag machen wir die letzten Fotos in einer engen Schlucht und anschliessend geht es zurück nach Kununurra. Wir sind froh, nach dem Wellblech wieder auf eine Teerpiste zu kommen und erreichen Kununurra kurz vor Sonnenuntergang.

2 Responses to Von Katherine (Northern Territory) nach Kununurra (Westaustralien)

  1. nik bellwald

    Hallo Patrick, war schon einige Zeit nicht mehr auf deiner Web-Site und sehe, dass ihr gut in Australien unterwegs seid. Ich wünsche euch auf jeden Fall interessante Begegnungen und viele positive Bilder, die ihr für euer Leben konservieren könnt. Ich war im Frühjahr für 4 Wochen in Zimbabwe, meistens ganz alleine unterwegs und habe so die schöne “Einsamkeit” im Busch erlebt. Hend’s guet und en schöni Ziit. Nik

  2. Rolf & Anita

    Hallo Ihr beiden
    Wie immer sehr treffend und unterhaltsam geschrieben. Und nun die Gibb River Road…da können wir gut mitsprechen und Eure Erfahrungen mit unseren vergleichen. Obwohl die Strasse überhaupt kein Problem ist. Mitchell Plateau wenn möglich nicht auslassen. Wir kommen grad aus der Schweiz zurück. 5 Wochen Familie und Freunde und Wandern….und nun glücklich wieder daheim zu sein. Sommer ist angekommen hier unten in Somerset West. Also geniesst weiterhin Australien and drive safely.
    Liebe Grüsse
    Anita & Rolf

    N.B. Wie hiess noch die Unterkunft im Addo Elephant Park, die Euch so gut gefallen hat?