Adelaide bis Melbourne: Die Welle hält!

Posted by on November 22, 2013

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Mit neuer vorderer Kardanwelle fahren wir los ins Barossa Valley und freuen uns über den regelmässig schnurrenden Motor vom Defender. Im Barossa Valley campen wir auf einem Platz bei Tanunda  wo wir bereits im August waren.  Das Schöne am Platz ist, dass er in Gehdistanz zu einem Weingut ist (Château Tanunda). Im August war es hier ziemlich kalt, windig und in den Farben braun/grau. Jetzt ist es  …. immer noch kalt, windig aber nein, es ist schön grün in den Rebbergen. Viel los ist noch nicht. Das freut uns, denn die Dame vom Weintasting hat viel Zeit für uns. Da sie ebenfalls viel gereist ist, haben wir uns einiges zu erzählen.

Wir fahren südwärts durch die Fleurieu Halbinsel. Das Ziel für den Tag ist Cape Jervis, damit wir am nächsten Tag  mit der Fähre auf Kangaroo Island übersetzen können. Da auf der nächsten Fähre noch Platz ist, entscheiden wir uns spontan, mitzufahren. Die Fähre ist teuer, wir bezahlen insgesamt ca. CHF 340 (retour) für eine Überfahrt von 45 Minuten. Dafür bekommen wir aber einiges geboten. Obwohl die Wellen im offenen Ozean nicht extrem hoch sind, rollt und schaukelt die Fähre nach oben und unten und von links nach rechts und wieder zurück. Der Horizont in der Ferne geht rauf und runter. Die Überfahrt scheint es meistens in sich zu haben, überall liegen Tütchen bereit. Einige Passagiere bekommen eine weiße Nasenspitze. Aber auch die längste Überfahrt geht zu Ende und so legen wir Dreiviertel Stunden später in Penneshaw an. Wir fahren zum nächsten Campingplatz. Es ist niemand anwesend und wir wählen uns einen schönen Platz und kochen das Abendessen. Da es keine Campingküche hat und es heftig windet, ist das eine frustrierende und zeitraubende Angelegenheit. Irgendeinmal können wir aber doch essen und es schmeckt, wie meistens, sehr gut.

Am nächsten Morgen ist um 8.30 Uhr immer noch niemand da. Wir hinterlegen einen Zettel, dass wir in ein paar Tagen zurückkommen und bezahlen werden.

Kangaroo Island ist für seinen Tierreichtum bekannt und tatsächlich werden wir auch einige Tiere vor die Linse bekommen. Um jedes Tier hängt aber ein Preisschild und wir müssen jedes Mal bezahlen, um eines zu sehen. Ausnahmen bilden die vielen toten Kängurus auf der Strasse und natürlich die Fliegen, die es auch hier zuhauf gibt.

Als erstes besuchen wir Seal Bay (Eintritt AUD 30 für zwei). Es führt ein breiter Holzsteg zum Strand, wo sich die Seelöwen tummeln. Wir müssen auf einer Plattform bleiben, damit wir die Tiere nicht stören. Das ist gut so, auch von der Plattform sehen wir viele der schönen Tiere, teilweise mit Babys. Da den Babys das Wasser zu kalt ist, können sie hier hinter den Sanddünen sonnenbaden und die Wärme genießen. Es ist schön, die Tiere zu beobachten.

Auf der Insel soll es viele Koalas geben und wir halten bei einem Koala-Walk an (Eintritt AUD 12). Nach feinem Kaffee und Kuchen gehen wir auf die Pirsch und werden auch bald fündig. Die Koalas sitzen hoch oben auf den Baumwipfeln und manchmal hat man Angst, dass der Wind sie runterfegt. Groß suchen müssen wir nicht, die Angestellten haben am Morgen die entsprechenden Bäume markiert. Koalas schlafen 20 Stunden am Tag und das Risiko, dass sie sich tagsüber einen anderen Baum suchen, ist gering.

Im Westen der Insel liegt der Flinders Chase Nationalpark (Eintritt nur AUD 20, da wir im Park campen). Es ist erst früher Nachmittag und wir fahren im Park zu den berühmten Remarkable Rocks und zum Admirals Arch. Bei Letzterem sehen wir Robben, die sich an der Küste tummeln und wir beobachten sie, wie sie im starken Wellengang versuchen, auf die Felsen zu kommen.

Der Campingplatz ist einfach, aber sehr sauber und gepflegt. Wir sind fast die Einzigen und genießen das Vogelgezwitscher und die Natur. Gut, irgendeinmal kommt noch eine Gruppe und lässt (verbotenerweise) den Generator bis spät abends laufen. In der Zwischenzeit sind wir uns das fast gewohnt.

Im Park wurden vor einiger Zeit Schnabeltiere eingeführt und ein Spazierweg führt an einen kleinen Fluss, in dem sie (angeblich) leben. Von diesen spannenden Tieren bekommen wir leider keines zu Gesicht. Trotzdem tut uns der kurze Marsch gut.

Wir steuern Stokes Bay an, wo wir ein paar Schritte am Strand spazieren. Da es heftig windet, ist es ein kurzer Gang. In Kingscote bleiben wir die dritte Nacht auf der Insel. Den Campingplatz nennen wir Little Switzerland. Mindestens die Hälfte der Gäste sind nämlich Schweizer. Mit einem Paar aus Solothurn schwatzen wir etwas länger und genießen zusammen den Sundowner. Vorher fahren wir aber noch einmal zum Hafen, da dort eine Pelikanfütterung stattfindet. Theoretisch zahlt man keinen Eintritt, beim Verlassen des Geländes wird man aber mehr oder weniger freundlich gebeten, AUD 10 Unkostenbeitrag zu leisten.

Die allabendliche Pinguinparade sparen wir uns (AUD 34). Ein anderes Schweizer Paar erzählt uns später, diese Führung hätte mangels Pinguinen nicht stattgefunden. Das Geschäft mit diesen Führungen werde Ende Monat ganz eingestellt. Die Robben hätten zu viele der Pinguine aufgefressen. Das ist ein ziemlich morbider Grund für eine Geschäftsaufgabe.

Vor der Rückkehr auf das Festland begleichen wir unsere Campingschuld. Der Campmanager ist sichtlich erfreut, dass wir vorbei kommen, wirklich gerechnet hat er wohl nicht damit.

Die Rückfahrt mit der Fähre ist gleich wie die Hinfahrt: die Fähre hüpft auf und nieder auf allen Seiten. Wir fahren weiter bis Port Elliot, wo wir auf einem sehr gepflegten Campingplatz übernachten. Wir müssen gestehen, die australischen Campingplätze sind meistens sehr gut ausgestattet mit Küche und BBQ und wir machen regelmäßig Gebrauch von diesen Einrichtungen. Von diesem Standard könnten die meisten anderen Länder, die wir weltweit bereist haben, träumen.

Das Wetter verspricht ein paar Tage sonnig und warm zu bleiben und das wollen wir zum Wandern in den Grampians ausnutzen. Nach einer abwechslungsreichen Tagesfahrt erreichen wir den Campingplatz, den wir ebenfalls vom August her bereits kennen. Ein kleines Highlight unterwegs ist die Überquerung des Murray Rivers mit der Fähre bei Wellington. Das kennen wir von Zambia, wo wir etliche Flüsse mit einer Fähre überquert haben. Unterschied hier ist, dass sämtliche Motoren (und die Fähre grundsätzlich) in Betrieb sind und auch niemand von Hand die Fähre über den Fluss ziehen muss. Zambia war ein wenig spannender, hier kommen wir dafür pünktlich und sicher über den Fluss.

In den Grampians können wir eine längere Wanderung zu zwei schönen Aussichtspunkten machen und auch wieder draußen essen. Ein kleiner Muskelkater macht sich am nächsten Tag bemerkbar. So haben wir noch länger etwas von der Wanderung. Wir machen Bekanntschaft mit kleinen, aber lautstarken Tierchen: den Grillen! Im Lokalradio behauptet jemand, dass diese Grillen eine Lautstärke von 120 Db haben. Das wäre lauter als ein Presslufthammer. Der Krach ist auf jeden Fall schöner als ein Presslufthammer und pünktlich nach Sonnenuntergang (8:30 Uhr) geben sie auch Ruhe.

Die Schönwetterfront ist bereits zu Ende und wir bewegen uns Richtung Great Ocean Road. Hier erwischt uns die Kaltfront mit großer Wucht. Es windet heftig, dazu regnet es stark. Entsprechend halten wir nicht an, um Fotos zu schießen. Wenn jemand Fotos sehen will, bitte zurückgehen zu den Fotos vom August. Die Küste ist zum Teil steil und mit dem vielen Regen fallen kleinere Steine und Geröll auf die Strasse. Sightseeing ist definitiv nicht angesagt. Nach einer Nacht in Apollo Bay erreichen wir Geelong. Wir gehen bei OBrian vorbei, diese Firma hat uns im August eine neue Windschutzscheibe eingebaut, nachdem wir aus Afrika ziemlich viele Steinschläge mitgebracht haben. Beim ersten heftigen Regen, der glücklicherweise erst auf der Nullarbor zuschlug, hat es an mehreren Stellen Wasser bei der Scheibe hineingedrückt. Das geht natürlich nicht (schließlich werden wir spätestens in Europa wieder mit mehr Regen konfrontiert werden). So bitten wir die Firma, die Scheibe besser abzudichten. Das tun sie auch anstandslos.

Da wir Melbourne ja bereits gut kennen, fahren wir auf der Stadtautobahn zügig  hindurch in Richtung Wilson’s Promontory.

Davon berichten wir das nächste Mal.

2 Responses to Adelaide bis Melbourne: Die Welle hält!

  1. Margot Meyer

    Hallo Ingrid und Patrick!
    Wiederum super Bericht, ich nehme mir stets ein Beispiel für Formulierungen!
    Alles andere per Mail!
    Liebe Grüsse Margot

  2. Paps

    Hola Ingrid und Patrick
    Eure Reiseberichte lesen sich wie Karl May mit dem Unterschied…..bei euch gibt es keine toten Menschen jedoch haufenweise tote Insekten.
    Mir geht es gut. Ich fliege morgen Sonntag, fuer eine Woche , nach Kuba in die Hauptstadt Havanna.
    Habt ihr die Fotos von meinem Haus in Santo Domingo gesehen. Wenn nicht ich kann sie euch nachliefern.
    Ich wuensche euch weiterhin gute Fahrt und bleibt gesund.
    Mit lieben Gruessen Paps

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