Wilsons Promontory bis Hunter Valley

Posted by on Dezember 10, 2013

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Wir verbringen eine letzte Nacht in der Gegend von Melbourne, genauer in Geelong, wo wir bereits am Anfang unserer Reise ein Paar Tage verbracht haben. Diesmal campen wir in unserem Defender auf dem Big4 Bellarine Holiday Park. Die Stellplätze sind enorm groß und der Park bietet jeglichen Luxus für den Camper. Die Reise geht weiter, mitten durch Melbourne nach Inverloch, der letzten Station bevor wir in den Wilson Promontory National Park fahren.

Die Fahrt durch den Wilson Promontory NP ist sehr kurvig und steil auf- und abwärts, fast so wir in unseren Alpen. Immer wieder erhaschen wir kurze Blicke durch die dichte Buschvegetation auf die wunderbaren, breiten Sandstrände. Der Tidal River Campground ist riesig. Obwohl er mit über 450 Stellplätzen und sehr vielen châletartigen Häuschen zur Unterbringung von bis zu 4000 Feriengästen ausgelegt ist, ist alles sehr naturnah und keineswegs aneinandergepresst. Zu dieser Jahreszeit sind zum Glück nur wenige Besucher im Park. Kaum vorzustellen, wie das in der Hochsaison um die Weihnachtszeit zu und hergehen muss! Nachdem wir uns ein lauschiges Plätzchen ausgesucht haben, machen wir eine Wanderung über den Tidal River zum Pille Point mit atemberaubender Sicht auf Tidal River. Weiter zur Squeky Beach über sandige Dünenpfade mit blühenden Wildblumen in allen möglichen Farben und Formen. “Squeky” heisst Quietschen; und genau das tut der Sand unter unseren Füssen.

In der Nacht hat die Wetterlage geändert. Wolken breiten sich aus und beginnen die Täler zu füllen. Trotzdem halten wir an unserem Plan fest, den Mount Oberon zu bezwingen. Wir nehmen den Shuttle Bus zum Ausgangspunkt der Wanderung und Staunen nicht schlecht als wir den Wanderpfad sehen. Eine unbefestigte, aber tadellose Strasse führt bis zum Gipfel des Berges und dient als Zufahrt für die Kommunikationsanlagen auf dem Berg. Naja, wir haben uns das ein bisschen anders vorgestellt, aber was soll’s. Oben angekommen ist die Sicht wegen dem diffusen Licht nicht berauschend, aber es könnte schlimmer sein, wenigstens kein Regen…oder habe ich da gerade einen Tropfen gespürt? Ja, wirklich, es beginnt leicht zu regnen und wir machen uns fix an den Abstieg. Nach nur 10 Minuten leichtem Nieselregen hellt der Himmel auf und zeigt sogar blaue Stellen.

Unten angekommen stellt sich die Frage, ob wir die geplante Rundwanderung über den Telegraph Saddle zur Oberon Beach und am Meer entlang zurück zum Tidal River machen wollen, immerhin 20km. Kurze Besprechung, demokratischer Entscheid und weiter geht’s. Die Wanderung ist wunderschön und trotzdem sind wir froh, als wir nach insgesamt 26km Wanderung am Ziel ankommen. Wilsons Promotory hat uns extrem gut gefallen! Jederzeit ein Besuch Wert!!!

Nun zieht es uns wieder ins Hinterland, in den Alpine National Park. Steile, enge Strassen mit Haarnadelkurven führen von fast 0 MüM auf 1700 MüM. Auf der Passhöhe bietet sich uns ein herrliches Panorama. Im Skigebiet Falls Creek machen wir halt und suchen uns eine Unterkunft. Alles sieht ziemlich verlassen aus, außer einigen wenigen Tagestouristen und einer Armada von Handwerkern welche das Resort für den nächsten Winter flott machen, ist nicht viel los. Wir gehen zum zentralen Reservationsbüro und lassen uns in eine bezahlbare Unterkunft einchecken. Beim Hotel angekommen stellt sich heraus, dass wir die einzigen Gäste sind. Das ganze (große Haus) inkl. Pool und Sauna für uns alleine!!! Wir haben für zwei Nächte gebucht, damit wir in dieser schönen Bergregion ein bisschen wandern können. Leider sind wir da nicht alleine, sondern begleitet von tausenden von Fliegen. Sich draußen aufzuhalten ist wirklich nur mit dem Fliegennetz auf dem Kopf möglich. Diese Sch…..viecher kriechen einem sonst in alle Körperöffnungen. Ein Picknick zu genießen ist unmöglich.

Egal aus welcher Warte man die Entstehung der Tierwelt betrachtet, ob aus biblischer Schöpfungsgeschichte oder Evolutionstheorie, diese Viecher sind ein großer Irrtum, Fehler, Error, Missgeschick, unüberlegte Handlung oder was auch immer, einfach für die Katz!

Trotzdem genießen wir die beiden Tage in Falls Creek sehr.  2004 har eine gewaltige Feuersbrunst die Wälder in dieser Region zerstört, jetzt sieht man so weit das Auge reicht die toten ,von der Sonne weiss gebleichten Bäume. Ein schöner, aber ungewohnter Anblick…ein bisschen gespenstisch!

Thredbo ist unser nächstes Ziel. Auch eine bekannte Skiregion, diese aber im Kosciuszko NP. Australiens Höchster Berg gab dem Park seinen Namen. Der Mount Kosciuszko ist mit 2229 Metern etwa so hoch wie der Pilatus, aber weit weniger spektakulär.

Wir gönnen uns eine weitere Nacht in einem Hotelzimmer und checken im renommierten Thredbo Alpine Hotel ein…und bekommen einen Zimmerupgrade. Obwohl wir die günstigste Zimmerkategorie gebucht haben, haben wir eines der schönsten Zimmer mit Balkon und Gipfelsicht bekommen. Freude herrscht! Im Preis ist auch die Benützung der Bergbahn inbegriffen und davon werden wir am nächsten Tag gebrauch machen, um dem Mount Kosciuszko in gemütlicher Manier etwas näher zu kommen. Der Weg zum Gipfel ist praktisch rollstuhltauglich. Der Wanderer läuft auf einem metallenen Steg von 2 Meter Breite, fast bis auf den Gipfel! Wir genießen diesen Steg, erlaubt er doch, mangels Stolpersteinen den Blick immer in der Landschaft schweifen zu lassen.

Nun verlassen wir die australische Bergwelt und fahren über die Hauptstadt Canberra nach Sydney.

Inmitten Sydney’s liegt der Lane Cove Nationalpark mit tollem Campingplatz. Wir checken hier für die nächsten 5 Tage ein um die Stadt mit allen möglichen ÖV’s zu erkunden. Mit dem Zug in die Innenstadt, zu Fuss zum Circular Quai wo all die vielen Fähren an und ablegen, weiter schlendern wir um das Opernhaus, entlang “The Rocks” und unter der Harbourbridge durch und über Darling Harbour wieder zurück ins Zentrum. Anderntags eine ausgedehnte Fährfahrt mit der Rivercat nach Parramata, mit feiner Pizza zum Zmittag. Und weil’s mit dem Zug so schön ist, fahren wir auch noch in die Blue Mountains, einfach so als Tagesausflug zum Spass. Sydney gefällt uns sehr gut, es ist eine Stadt mit Charakter und doch etwas Kultur. Trotzdem wollen wir alsbald wieder in das Hinterland und fahren mit dem Defender nach Katoomba, dem Hauptort der Blue Mountains, in diese Region nochmals richtig zu erkunden.

Heute steht eine ausgedehnte Wanderung in den Blue Mountains auf dem Programm.

Als wir loslaufen ist es noch recht kühl und wir sind eingepackt in Pullover und Windjacke. Da es erstmal steil bergab an den unteren Rand der Steilklippen geht, werden wir auch noch nicht richtig warm. Der Abstieg ist wirklich steil! Ohne die fest in den Felsen verankerten Metalltreppen wäre dieser Abstieg nicht zu bewältigen. Auch so, mit den Treppen kann es einem ob der Steilheit und der ausgesetzten Position schwummerig werden. Bei uns geht alles reibungslos und am unteren Junglepfad, dem Fereral Pass Trail, sind wir dann auch warm und können Pullover und Windjacke im Rucksack verstauen. Heute machen wir die Wanderung vor 2 Tagen in umgekehrter Richtung uns inklusive dem Aufstieg über die Giant Steps. Wir kommen flott voran und nehmen uns an jedem Lookout Zeit, die wunderbare Landschaft zu bewundern. Ein bisschen erinnert uns die Szenerie und das Gekreische der Gelbhaubenkakadus an den Film “Jurasic Park”…nur von den Dinosauriern ist weit und breit nichts zu sehen. Ist wohl auch besser so! Nach etwa einer Stunde haben wir den unteren Wanderpfad mit allen Aussichtspunkten abgegrast, und wir stehen am unteren Ende der Giant Steps, der Riesen-Treppe, welche sehr steil durch die Felsen nach oben an den Klippenrand zurück führt. Wir sind überrascht, wie schnell und (weitgehend) mühelos wir den Aufstieg meistern – ist uns wohl doch noch nicht alle Kondition abhanden gekommen. Oben am Echo Point angekommen werden wir dann mit herrlichem Photowetter (Lichtverhältnissen) belohnt. Der Himmel ist Blau mit einzelnen wunderschönen Wolken. So lassen sich die berühmten “Three Sisters” wunderbar ablichten. Wir schießen, umgeben von dutzenden asiatischen Pauschalreisenden, etliche Bilder. Unsere Wanderung führt uns weiter entlang dem Prince Henry Cliff Walk zu den Leura Cascades und wieder zum Echo Point zurück. Nun nehmen wir den einfacheren aber eigentlich auch schöneren Wanderpfad entlang dem oberen Klippenrand zurück zum Campingplatz. Müde und zufrieden über die schöne Wanderung (ca. 12km immerhin!) setzten wir uns dann neben unser Zuhause und genießen die Abendsonne und die mittlerweile milde Temperatur.

Wir fahren quer durch die Blue Mountains und machen Halt im berühmten Hunter Valley, einem weiteren Weinanbaugebiet. Zu Fuss geht’s zu einer Winery um die edlen Tropfen zu kosten. Leicht beschwipst dann zurück zum Campingplatz. Heute Nacht schlafen wir mit angezogener Handbremse, als dass sich der Defender nicht so wild im Kreise drehe!

Wie es entlang der Ostküste weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Bericht.

2 Responses to Wilsons Promontory bis Hunter Valley

  1. Ingrid Unger

    Eure Berichte sind eine große Freude für uns, haben wir doch Teile eurer Route selbst bereist. Schön, dass ihr uns auf diesem Weg mit auf die Reise nehmt. Übrigens schreibt ihr so interessant und witzig, dass wir doch zumindest mit der Herausgabe eines detallierten Reisebericht/Reiseführers im Buchhandel rechnen. Wir freuen uns auf den nächsten Bericht. Merry X-Christmas!
    Ingrid und Manfred

  2. Margot Meyer

    Hallo Ingrid und Patrick!
    Ich habe den Bericht gelesen und finde immer wieder nur die gleichen Worte, vorzügliche Formulierungen und ein langer, langer Bericht! ich wundere mich jedesmal woher noch die Zeit kommt nach sovielen Aktivitäten, so lange tolle Berichte zu schreiben.
    Toll, toll super toll!
    Gruss Mama, Margot