Neuseeland: Südinsel

Posted by on Februar 19, 2014

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Picton

Picton empfängt uns freundlich und wir entscheiden für zwei Nächte hier zu bleiben. Wir möchten mit einem Sea-Kajak in den Queen Charlotte Sound und erkunden uns schon mal, wo wir Kajaks bekommen. Leider fällt das Kajaken am nächsten Tag sprichwörtlich ins Wasser. Es regnet heftig und noch schlimmer ist der Wind. Da ist Kajaken im Ozean keine gute Idee. So fahren wir ins nahe gelegene Blenheim, wo es ein Kino gibt. „The Hobbits 2“ soll es sein. Ich bin zwar nicht begeistert, erhoffe mir aber zumindest schöne Landschaftsbilder von Neuseeland, wenn wir die Natur heute schon nicht live erleben können. Der Film macht den Tag nicht besser: er ist sehr düster, die Actionszenen sind für mich zu schnell und viel zu lang. Von der Schönheit Neuseelands sieht man nicht viel und zu allem Übel hat der Film kein Ende, dafür müsste man den dritten Teil schauen gehen. Ohne mich denke ich. Zurück in unserem Zimmer in Picton hängen wir ein wenig herum, da zittert plötzlich unser kleines Cabin: ein Erdbeben. Das war es aber auch schon. Am Abend hören wir in den Nachrichten, dass das Beben von der Nordinsel aus ging und 6.4 auf der Richterskala erreichte. Glücklicherweise hat das Beben keine Verletzten oder Schlimmeres verursacht.

 

Abel Tasman Great Walk

Die Sonne scheint wieder und wir fahren das kurze Stück nach Nelson, wo wir die letzten Vorbereitungen für die nächste Wanderung treffen. Unsere Wanderung, der Abel Tasman Great Walk, führt uns in drei Tagen über 55 km an der Küste im Norden der Südinsel entlang. Wir haben vorgängig den Transport an den Ausgangspunkt der Wanderung sowie die Hüttenübernachtungen gebucht. Am Vortag des Loslaufens merken wir, dass wir ein kleines Detail übersehen haben. Vor unserer ersten Hütte kommt ein Meeresarm ins Landesinnere und kann nur bei Ebbe überquert werden. Ebbe wird aber erst abends um 9 Uhr sein. Einen Weg um den Flussarm herum gibt es nicht. Was nun? Am ersten Tag laufen wir mehr als 20 km und da wollen wir kurz vor Ankunft bei der Hütte nicht noch mehrere Stunden auf die Ebbe warten. Die Angestellte vom Naturschutzbüro weiss Rat. Ein Bootstaxi kann uns über den Flussarm bringen. Der Abel Tasman Weg ist sehr beliebt, aber die meisten Wanderer beschränken sich auf eine Tagestour und lassen sich mit Bootstaxis hin- und hertransportieren. So überlegen wir nicht lange und reservieren uns zwei Plätze im Boot.

Wieder haben wir viel Wetterglück auf der Wanderung: wir werden drei Tage mit viel Sonne und blauem Himmel haben. Der Weg entlang der Küste ist superschön, immer wieder erhaschen wir Blicke auf das türkisfarbene Wassers des Meeres oder der Weg verläuft über den Sandstrand. Der Weg selber ist perfekt angelegt: breit und flach, kaum muss man die Füsse über einen Stein oder eine Wurzel heben. Da es ein Küstenweg ist, machen wir auch nicht viele Höhenmeter. Unser Taxi ist pünktlich zur Stelle und saust mit uns über den Meeresarm. Der Bootsführer ist sehr freundlich und bringt uns nicht an den üblichen Taxistopp sondern direkt vor unsere Hütte (Awaroa Hütte). Das erspart uns nach einem bereits langen Tagesmarsch weitere 30 Minuten Laufen. Die Hütte gefällt uns sehr: es gibt eine Dusche draussen (kaltes Wasser), sie ist hell und wir finden Platz in einem 8er Schlag. Diesen Raum teilen wir mit 5 anderen Frauen und ich gestehe, dass zwei Leute im Schlag etwas geschnarcht haben und es war nicht Pädy. Ich auch nicht, aber es ist der Beweis, dass in seltenen Momenten auch Frauen laut schlafen.

 

Sand flies

Kurzer Exkurs: Neuseeland hat keine gefährlichen oder gar tödlichen Tiere, aber wir haben schnell gemerkt, dass dieses Paradies auch seine Schlangen hat. Diese haben sich hier als Sandfliegen verkleidet. Sand flies kommen nicht nur im Sand vor sondern grundsätzlich überall, sie stechen und sie lieben anfangs insbesondere Pädy. Entsprechend ist er übersäht mit Stichen, er beklagt sich bitter und wir bauen ein riesiges Arsenal mit Insektenschutzmittel auf. Die Biester werden uns bis ans Ende unserer Neuseelandreise begleiten. Auf der letzten grossen Wanderung, dem Kepler Great Walk, werden sie mich auch noch erwischen. Es juckt scheusslich.

Die nächsten beiden Wandertage des Abel Tasman sind einfach nur toll und wir geniessen jeden Schritt.

Die Küste im Abel Tasman NP ist auch zum Kajaken schön und wir planen, am nächsten Tag die Beine ruhen und dafür die Arme arbeiten zu lassen. Das Wetter spielt aber wieder nicht mit und das Kajaken fällt wiederum ins Wasser.

Wir fahren weiter nach Westport an der Westküste. Es regnet heftig und wir verkriechen uns schnell in ein kleines Cabin. An der Küste lebt eine Seelöwenkolonie und wir fahren in einem hellen Moment hin. Aber kaum sind wird dort, kommt wieder Regen auf und wir brechen ab.

Der folgende Küstenabschnitt rühmt sich als einer der schönsten der Welt und wir sind schon sehr gespannt. Tatsächlich erleben wir einige Wau-Momente auf der Fahrt mit dem Höhepunkt der „Pancake rocks“. Rechtzeitig wird der Himmel blau und wir machen ein paar schöne Fotos auf unserem Rundgang.

 

Arthur’s Pass

Wir verlassen die Küste und fahren auf den Arthur’s Pass. Gemäss unserem Wanderführer findet man hier die schönste Tageswanderung der Südinsel: der Aufstieg auf den Avalanche Peak. Wir haben kurzfristig in einer der wenigen Unterkünfte ein günstiges Zimmer mit Küche und Bad reservieren können.  Einmal mehr erleben wir sehr freundliche, offene und hilfsbereite Gastgeber und auch das Zimmer gefällt uns ausgezeichnet. Es ist noch früh und wir machen eine erste kurze Wanderung an einem Bach in ein Tal hinein. Am nächsten Morgen laufen wir früh bei tiefen Temperaturen los. Um es vorwegzunehmen, die Aussicht oben auf dem Gipfel gute 2 ½ Stunden später ist grandios. Die Bergwelt um uns herum ist phantastisch. Der Weg dorthin ist allerdings „en Chrampf“. Der Weg führt geradewegs und steil den Berg hinauf. Serpentinen? Fehlanzeige. Einfach nur steil hinauf. Obwohl wir nicht extrem schnell laufen, schaffen wir in der ersten Stunde bereits 600 Höhenmeter. Wir keuchen gewaltig und drosseln etwas das Tempo. Ab hier lohnt es sich auch, da wir die Baumgrenze überschritten haben. Auf dem Gipfel sind etwa ein halbes Dutzend andere Wanderer, was für Neuseeland (mit Ausnahme der Great Walks) doch eine grössere Zahl ist. Der Abstieg erfolgt auf anderem Weg, der immer noch steil ist, aber doch nicht so gnadenlos wie der Aufstieg. Unten im Tal gönnen wir uns ein riesengrosses Gelati. Mit einem guten Gefühl kehren wir in die Unterkunft zurück, duschen und setzen uns noch etwas an die Sonne vor unserer Türe.

 

Franz Josef und Fox Gletscher

Bei unserem ersten Besuch in Neuseeland vor knapp 10 Jahren hat es in Franz Josef und Fox Gletscher stark geregnet und wir hoffen, dass wir dieses Mal diese beiden Gletscher bei Sonnenschein erleben. Tatsächlich haben wir ein paar sonnige Momente, die wir natürlich sofort ausnutzen um unsere Fotos zu machen. Der Lake Matheson, ein Spiegelsee, enttäuscht etwas, da die Wolken bereits am Morgen früh ziemlich dicht sind und deshalb der Spiegel der Berge im See bescheiden ist. Nach der Strapaze am Avalanche Peak verzichten wir hier auf grössere Touren und beschränken uns auf kürzere Wanderungen.

Wir planen bereits das nächste Highlight der Südinsel: Mount Cook. Das ist mit 3,700 m der höchste Berg Neuseelands und in diesem Gebiet wurde auch ein Teil der „Herr der Ringe“ Trilogie gedreht.

 

Lake Wanaka

Der Weg dorthin dauert länger als wir dachten und wir merken, dass wir den Berg heute nicht mehr erreichen werden. Also entscheiden wir, in Lake Wanaka zu übernachten. Wie sich herausstellt, war das eine sehr gute Entscheidung. Die Sonne scheint und der See schaut einladend aus. Wir mieten ein Kajak und paddeln munter los. Ziel ist eine kleine Insel. Nach knapp einer Stunde legen wir dort an und essen einen kleinen mitgebrachten Snack. Dabei werden wir von Johannes angesprochen, einem Deutschen, welcher in Wanaka lebt. Wir plaudern miteinander und erzählen unter anderem, dass wir am nächsten Tag nach Mount Cook weiterziehen. Mit beidseitig guten Wünschen verabschieden wir uns und jeder paddelt in seine Richtung nach Hause.

 

Mount Cook

Mount Cook empfängt uns enttäuschend: Tiefe, schwere Wolken und Nebel. Es ist 11 Uhr morgens und unsere Unterkunft im Backpackers ist noch nicht bereit. Die Rezeptionistin ist unfreundlich (eine Ausnahme in Neuseeland!) und als wir unsere Lebensmittel in den Kühlraum der Gemeinschaftsküche bringen, stellen wir fest, dass Küche und Kühlraum sehr schmutzig sind. Wir packen unseren Lunch ein und steuern ins Hooker Valley. Man glaubt es nicht, aber innerhalb einer Stunde nach unserer Ankunft scheint die Sonne und Mount Cook steht vor blauem Hintergrund vor uns. Am Ende des Wanderwegs hat DOC (Department of Conservation, Naturschutzbehörde) einen schönen grossen Tisch hingestellt. Überhaupt werden wir sehen, dass in diesem Gebiet sehr viel Geld für Naturfreunde und Wanderer investiert worden ist. Nebst ausgezeichneten Wanderwegen wurde das Besuchszentrum ausgebaut und auch auf der nächsten Tageswanderung zur Müllerhütte werden wir nur Freude haben. Auf dem Rückweg vom Hooker Valley begegnen wir überraschend Johannes und Sabine (seine Frau), welche sich kurzfristig entschieden haben, das Wochenende ebenfalls in Mount Cook zu verbringen. Um 4 Uhr sind wir beim Backpackers zurück. Check in Zeit ist 2 Uhr. Dumm nur, dass unser Zimmer immer noch nicht bereit ist. Wir setzen uns leicht genervt vor unser Zimmer, um die letzten Sonnestrahlen zu geniessen. Eine halbe Stunde später können wir unser Zimmer beziehen. Nun sind wir uns ja einiges gewohnt, seit wir vor 1 ½ Jahren von zu Hause losgezogen sind. Aber hier, das ärgert uns nun wirklich. Auch das Zimmer ist schmutzig und ich drücke kurz entschlossen einer Reinigungskraft die schmutzige Bratpfanne in die Hand. Leicht verdutzt zieht er mit ihr ab und bringt sie uns ein klein wenig sauberer zurück. Wir waschen ab, was immer wir zum Kochen benötigen. Es ärgert uns vor allem, weil diese Unterkunft die mit Abstand teuerste Unterkunft ist, welche wir auf Neuseeland bisher erlebt haben. Selbst in den sonst teureren Städten wie Auckland oder Wellington haben wir weit weniger bezahlt und jeweils schöne bis wunderschöne Zimmer bekommen.  Die Wanderung zur Müllerhütte ist dann aber wieder ein echtes Highlight: Sonne, blauer Himmel und eine phantastische Sicht bereits im Aufstieg auf Mount Cook, Mount Sefton und andere Berge mit ihren schneeweissen Gletschern. Auf halber Höhe überholt uns Johannes und dieses Mal tauschen wir unsere Koordinaten aus. In der Hütte angekommen, bedauere ich fast etwas, dass wir nicht hier übernachten können. Die Hütte ist blitzsauber und die Hüttenwartin sehr freundlich. So geniessen wir unseren Lunch und ziehen wieder talwärts.

Wir übernachten ein weiteres Mal in Lake Wanaka bevor wir nach Queensland kommen. In Wanaka haben wir eine sehr liebe Einladung von Johannes und Sabine erhalten und wir freuen uns, mit ihnen einen vergnügten Abend zu verbringen. Wir werden verwöhnt mit frisch gebackenem Brot (yummie – lecker) und grilliertem Lachs. Die Welt ist ja klein und wir sind gespannt, in welchem Ecken wir die beiden irgendeinmal wieder sehen werden.

 

Queenstown

Für die nächsten drei Tage hängen wir die Wanderschuhe an die Wand. Es ist Mountainbiken in Queenstown angesagt. Wir mieten die Bikes gleich für drei Tage. Wetterumschläge in den Bergen sind normal und leider zeigt sich der nächste Morgen grau. Wir wollen den Bikepark am Hausberg von Queenstown ausprobieren, allerdings nehmen wir nicht die Gondel für den Aufstieg sondern fahren die Bikes nach oben (ok manchmal müssen wir auch schieben). Für den Downhill wählen wir den einfachsten Track. Gute Wahl, er ist sehr flüssig, mit etlichen Steilwandkurven, aber auch für mich fahrbar. Und, nachdem der Aufstieg steil und ziemlich gerade den Berg hinauf geführt hat, ist der Downhill Track aufgrund seiner vielen Kurven und dem geringen Gefälle unendlich lange. Am nächsten Tag steht eine lange Tagestour auf dem Programm. Wir wissen zwar, dass uns ein fahrtechnisch sehr schweres Teilstück erwartet, das soll uns aber nicht abschrecken. Dieses mehrere Kilometer lange Stück bringt uns dann aber doch ins Schwitzen und wir schieben, heben und zerren unsere Bikes über den sehr schmalen Pfad. Endlich gelangen wir wieder auf eine Feldstrasse und nochmals eine Stunde später erreichen wir einen kleinen See, wo wir unser Mittagessen einnehmen. Von hier geht es hinunter auf die Hauptstrasse und zurück nach Queenstown. Eine sehr schöne und anstrengende Tour, wir duschen  und legen uns zufrieden kurz hin. Am Abend spazieren wir noch einmal ins Städtchen an die Seepromenade. Es ist viel los, es spielen Musikgruppen und wir schauen den Strassenkünstlern zu. Kein Wunder, es ist Pädy’s Geburtstag und auch noch Waitangi Day (der Nationalfeiertag von Neuseeland). Die Beine schmerzen (schliesslich sind wir seit 8 Monaten nicht mehr auf dem Velo gesessen), da wir die Bikes aber für drei Tage gemietet haben, fahren wir auch am dritten Tag tapfer los. Das Ziel ist noch einmal der Bikepark am Hausberg und anschliessend eine gemütliche Fahrt am See entlang ins nächste Städtchen. Das genügt uns und wir geben die Bikes zufrieden zurück.

 

Kinloch

Eine Reservation für die Hütten auf dem Routeburn Great Walk haben wir nicht machen können, aber wir wollen zumindest eine Tagestour auf diesem bekannten Wanderweg machen. Wir buchen ein kleines Zimmer in der Kinloch Lodge, welche in der Nähe des Wanderwegs und gleichzeitig am See liegt. Neben der Lodge, welche auch eine Jugendherberge ist, gibt es viel Nichts resp. wunderschöne Natur mit dem türkisblauen See und den umliegenden Bergen. Wir checken ein und geniessen Kaffee und Kuchen auf der Terrasse bevor es auf eine kleine Erkundungstour geht. Wir fahren mit dem Auto auf einer Naturstrasse am See entlang und unser kleiner Wagen fährt tapfer über mehrere kleine Bäche, welche die Strasse unterbrechen. Hier bei Kinloch machen wir mit dem Suzuki fast mehr Wasserdurchquerungen als mit unserem Defender! Unsere Tagestour auf dem Routeburn Track fängt wieder bei dichtem Nebel und Wolken an. Wir wandern drei Stunden und erreichen fast den Sattel, den höchsten Punkt unserer Wanderung. Wir sind immer noch in den Wolken und unseren Lunch essen wir schnell am Wegrand. Wir laufen zurück zur Routburn Falls Hütte und hier zeigt sich erstmals ein kleiner blauer Fleck durch die Wolken. Wir setzen uns hin und warten. Eine Stunde später: Grand Beau. Flink machen wir unsere Fotos und starten den Abstieg. Nach diesen Anstrengungen gönnen wir uns wieder Kaffee und frischen Kuchen und später am Nachmittag kochen wir unser Abendessen in der Gemeinschaftsküche. Die Gegend hier wurde für etliche Szenen bei Herr der Ringe genutzt und während wir mit dem Auto noch ein wenig Sightseeing machen, können wir uns leicht vorstellen, wo, welche Orks und Elfen gehaust und gekämpft haben.

 

Te Anau / Kepler Great Walk

Unsere letzte grosse Wanderung auf Neuseeland ist der viertägige Kepler Great Walk bei Te Anau. Wir kommen zwei Tage vor dem gebuchten Start an und machen einen Tagesausflug an den Milford Sound. Wetter: grauslig; Sandfliegen: unerträglich, wir landen ziemlich schnell in einem Café und anschliessend in unserem Auto. In Te Anau scheint wieder die Sonne. Fjordland ist bekannt für viel Regen. Am Milford Sound, wo die Wolken vom Ozean herkommen und an die Berge prallen, regnet es bis zu 9 m (!!!) pro Jahr. Te Anau liegt auf der Ostseite der Berge und bekommt noch ca. 1.2 m pro Jahr. Der Kepler Treck führt durch Fjordland und wir wären schon froh, wenn das Wetter mitspielen würde. Der erste Tag beginnt etwas durchzogen, aber wir schaffen den Aufstieg im Trockenen. Im Verlauf des Nachmittags regnet es aber und wir bleiben in der Hütte hinter den grossen Panoramascheiben und betrachten die Natur von drinnen. Der zweite Tag ist der landschaftlich Spannendste. Wir überqueren den Mount Luxmore und wandern entlang von Graten und Bergrücken. Schaut euch die Fotos an: ein perfekter Tag! Nicht so perfekt ist unsere Ankunft in der Hütte. Wir werden von Hunderten und Tausenden von Sandfliegen empfangen. Draussen sitzen ist unmöglich. Wir schaffen es gerade noch, uns im nahen Bergbach (Marke „eiskalt“) zu waschen und dann ziehen wir uns in die Hütte zurück. Die beiden letzten Tage sind etwas durchzogen, aber durchaus ok. Nur die Sandfliegen plagen uns und jetzt greifen sie auch mich an. Innert einem Tag habe ich an Händen, Beinen und Hals alles voller hässlicher Pusteln. Ruhe von den Biestern haben wir erst wieder in Te Anau im Cabin. Zum Abschluss der Wanderung haben wir uns mit einem türkischen Neuseeländer und einem Deutschen zum Abendessen verabredet. Wir gehen Pizza essen und zwar dort, wo Pädy und ich bei unserem letzten Neuseelandbesuch vor ca. 10 Jahren (mangels Alternativen) den Weihnachtsabend verbracht haben. Die Pizza schmeckt noch immer und wir haben einen vergnügten Abend mit unserem Bekannten.

 

Christchurch und Abreise

Die verbleibenden Tage auf Neuseeland vergehen mit der Fahrt nach Christchurch und Reiseadministration. Von Christchurch haben wir keine Bilder. Die Innenstadt gleicht einer riesigen Baustelle, nachdem im Februar 2011 ein verheerendes Erdbeben grosse Teile der Stadt zerstört oder unbewohnbar gemacht hat. Überall wird neu gebaut, renoviert oder es stehen noch die alten Gebäude, welche aber nicht mehr zugänglich sind. Es wird noch viel Zeit brauchen, bis die Stadt das Beben vollständig verarbeitet hat.

Natürlich ärgern wir uns auch wieder mit unserem Frachtagenten von Kapstadt. Das Schiff mit unserem Container scheint in Kapstadt bereits angekommen zu sein. Wann wir den Wagen aber entgegen nehmen können, ist noch nicht klar. Gestern haben wir nach dem Chef gefragt, seither ist Funkstille…

Morgen fliegen wir via Sydney – Bangkok – Dubai nach Kapstadt, wo wir am Samstagmittag ankommen sollten. Das wird eine lange Reise. Damit sagen wir Goodbye zu Neuseeland, wo es uns sehr gut gefallen hat und KIA ORA (willkommen auf Maori) zu Kapstadt.

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