Afirca…we are back!

Posted by on März 21, 2014

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Der Flug von Christchurch über Sydney, Bangkok nach Dubai war nicht so schlimm wie erwartet. Wir haben die Plätze beim Notausgang über den Flügeln ergattert und hatten daher jede Menge Beinfreiheit und konnten aufstehen wann wir wollten, ohne andere Fluggäste zu stören. Trotzdem waren wir froh, als wir in Dubai gelandet sind und unsere kurze Stadttour angehen konnten. Wir haben uns eine Metro-Tageskarte gekauft und sind quer durch die Stadt zuerst zum Burj Khalifa gefahren, das mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt ist. Wir haben dieses architektonische Wunderwerk zu Fuß umrundet und das obligate Erinnerungsphoto geschossen.  Da es immer wärmer, ja sogar furchtbar heiß wurde, haben wir uns in das riesige Einkaufscenter unter dem Burj Khalifa geflüchtet und uns einen Mittagssnack gegönnt. Weiter ging’s dann gestärkt mit Metro und Taxi zum Burj al Arab Hotel. Im Vergleich mit dem Kalifa, ein Winzling. Den Rest des Abends und die halbe Nacht haben wir uns dann im Flughafenterminal um die Ohren geschlagen. Das letzte Stück von Dubai nach Kapstadt ging dann Dank dem super Entertainment-System der Emirares Airline in Nu vorbei. Auf der ganzen Reise haben wir je so zwischen 6-8 Blockbuster Kinofilme konsumiert!!!

Kapstadt empfängt uns wieder mit herrlichem Sommerwetter. Die Vegetation ist ausserordentlich grün, die Rebberge hängen voller Trauben und der Himmel ist tiefblau. Die ersten 3 Nächte verbringen wie wieder nahe des Stadtzentrums im Bayflowers Guesthouse bei Michael und Shawny. Dieses B&B ist für uns ideal gelegen, da wir noch Fussgänger sind. Wir spazieren mehrmals entlang der der Strandpromenade von Greenpoint bis zur Victoria & Alfred Waterfront, dem bekannten und grossen Einkaufs- und Vergnügungskomplex inmitten Kapstadts. Wir trinken Kaffee und lassen uns kulinarisch verwöhnen, ohne unser Budget zu strapazieren.  

Am Montagmorgen fahren wir schon früh mit dem Taxi zum Containerterminal um bei der Öffnung und der Zollkontrolle unseres Defenders beizuwohnen. Wir haben zwar keine Einladung für diesen Akt bekommen, aber wir wollen dabei sein und so schnell wie möglich unser Auto wieder in Empfang nehmen. Ob das allerdings heute schon klappt ist eher unwahrscheinlich. Nach über einstündiger Verspätung kommt der Agent mit dem Zöllner zum Checkpoint wo wir bereits warten. Der Container ist schnell gefunden, muss aber noch umplatziert werden, damit der Wagen entladen werden kann. Die Zollkontrolle ist eine Sache von wenigen Minuten und uns wird in Aussicht gestellt, dass wir den Wagen, bzw. das Carnet noch heute bekommen. Während der Zöllner und der Agent den Papierkram erledigen und fieberhaft alle noch angefallenen Kosten errechnen, ziehen und stossen wir den Defender aus dem engen Container ans Tageslicht um ihn auf allfällige Schäden zu untersuchen. Prächtig und glänzend steht er nun wieder am Tageslicht und wartet darauf zum Leben erweckt zu werden. Wir haben 5 Liter Diesel in einem Kanister bei uns, die wir hastig in den Tank füllen und dann gespannt die abgetrennten Versorgerbatterien wieder mittels dem Hauptschalter mit dem Wagen verbinden … und den Anlasser drehen. Der Wagen springt nicht an…wieder und wieder versuchen wir den Motor zum Leben zu erwecken. Der Anlasser funktioniert, der Motor dreht, aber will einfach nicht mit eigener Kraft weiterdrehen. Wir sind nicht ganz unvorbereitet auf diese Situation und wechseln den Dieselfilter aus, in der Hoffnung, dass der Motor nun wieder mit Treibstoff versorgt wird…und siehe da, nach kurzem „örgeln“ springt der Wagen an und brummt „leise“ vor sich hin. Wir lassen ihn ein bisschen weiterbrummen und beginnen wir mit der Montage der Dachbox und der Reling des Dachträgers. Alles geht weiterhin ohne Probleme und recht flott voran. Inzwischen hat der Agent die Rechnung erstellt und der Wagen wird nach der Bezahlung des offenen Betrages freigegeben. D.H. wir müssen zurück zur Waterfront um Geld abzuheben und bei der Bank des Agenten sofort wieder einzuzahlen. Die Bank ist sehr hilfreich und schicht dem Agenten umgehend die Einzahlungsbestätigung…wir im Gegenzug die Freigabe des Wagens.

Nun sind wir wieder „on the Road“.

Unser Defender braucht nun einen Service á la Russel und ein paar zusätzliche Reparaturen und Upgrades. So bekommt er z.B neue Abblendlichter. Die alten Pfunzeln, welche in etwa die Helligkeit einer Rechaudkerze hatten und jede Nachtfahrt dadurch zum Blindflug machten, haben endgültig ausgedient. Nun spielen wir mit ultramodernen und taghellen Bi-Xenon-Lampen in der Liga der Luxuslimousinen mit. Auch die Klimaanlage hat nach fast 10 Jahren und über 60-tausend Kilometer auf staubigen Schotterstraßen eine Rundumerneuerung nötig. Wir investieren das nötige Kapital lieber hier in Afrika in diese Reparaturen, da diese in der Schweiz in etwa dreimal so teuer wären. Wir freuen uns auch sehr, als uns Russel anbietet, bei Ihm auf der Farm zu wohnen bis alles erledigt ist. Dankend nehmen wir sein Angebot wahr und beziehen unser Zimmer. Russel hat dieses Zimmer speziell für uns hergerichtet und freut sich, dass er in der nächsten Zeit ein wenig Gesellschaft hat, da seine Freundin Ann in Malawi an einem Entwicklungshilfeprojekt arbeitet und nur einmal pro Monat für ein paar Tage nach Hause kommt. In den nächsten Tagen basteln wir ein bisschen hier und dort am Defender rum und warten auf die bestellten Ersatzteile. Wir freuen uns auch riesig, unsere Schweizer Freunde Rolf und Anita in Somerset West zu besuchen. Wir verbringen einen schönen Nachmittag und Abend in ihrem wunderschönen Haus mit herrlichem Panoramablick auf Somerset West und Strand. Auch der nächste Tag ist bereits mit einem Besuch bei Freunden gebucht. Wir und Russel sind bei Dennis und Alison in ihrem nicht minder schönen Haus im kapholländischen Stil etwas Außerhalb von Paarl zu einer Grillade eingeladen. Dennis ist under Velomechaniker des Vertrauens. Letztes Jahr hat er unsere geschundenen Bikes für das Cape Argus Rennen auf Vordermann gebracht.

Einen weiteren Tag haben wir uns reserviert und wie zu Businesszeiten in der Agenda einen Termin eingetragen…einen Businesstermin mit dem Eigentümer einer Kerzenfabrik. Wir hatten ein gutes Gespräch, einen interessanten Rundgang durch die Kerzenmalerei und am Schluss die Zusage, diese Kerzen in der Schweiz offiziell vertreiben zu dürfen. Ein voller Erfolg…und der erste Teilschritt in unser Leben nach dem Reisen.

Und weiter geht’s mit Freunde treffen. Fredy, ein guter Freund von Russel und unterdessen auch unser Freund kommt mit seiner Freundin zu einem echten südafrikanischen Braii (Grillabend) auf Russel’s Farm. Er grilliert riesige Rindsfiletstücke, insgesamt verschlingen wir zu sechst knapp 4 kg Rindsfilet… d e k a d e n t !!!

Die Ersatzteile für die Klimaanlage sind in Südafrika nicht an Lager und müssen daher aus England eingeflogen werden…das dauert 7-14 Tage. Wir beschließen, diese Zeit mit einer kleinen Rundtour durch die Karoo, die östliche Kapregion und zurück entlang der Gardenroute zu nutzen. Unser erstes Ziel ist der Swartbergpass und ein entlegenes Siedlernest Namens “die Hell”, was soviel wie die Hölle heisst. Eine tolle, ungeteerte, steile Passstrasse durch ein zerklüftetes Gebirge ohne Leitplanken und teilweise zu eng um zu kreuzen. Der erste Teil zur “Die Hell” ist landschaftlich wunderschön. Unten am Ziel angekommen herrscht leider Buschland vor und die Sicht ist nicht grandios. Dennoch genießen wir die Wildnis als die einzigen Camper auf einem wildromantischen Campground am Arsch der Welt.

Nächstes Ziel ist der Karoo NP mit der für die Karoo typischen niedrigen Buschvegetation. Wir sehen in den ersten 60 Minuten bereits mehr Tiere als auf der ganzen Australienreise. Gnu’s, Red Hardebeest, Zebras, Springböcke, Klipspringer, Dikdik und viele mehr. Wir genießen die Weite und die Einsamkeit.

Wir fahren nicht durch das Eastern Cape, ohne unsere lieben Freunde Pam und René mit ihren zwei Hunden Schwyz und Häxli in ihrem traumhaften Haus in Graaff-Reinet zu besuchen. Wir werden wie immer sehr herzlich empfangen und genießen einen wunderschönen Abend bei hervorragendem Essen, Wein und Gesellschaft.

Nächstentags geht’s weiter zum Mountain Zebra NP. Auch hier stehen die Tierbeobachtungen in einer phantastischen Landschaft und nebenbei ein wenig 4×4-Offroad-Fahren auf dem Programm.

Addo Elephant NP heißt das nächste Ziel. Diesen ein wenig außerhalb von Port Elisabeth gelegenen Park besuchen wir nun schon das dritte Mal. Leider finden wir keinen Platz auf dem parkeigenen Campingplatz. Es ist Wochenende und alle Städter flüchten ins Hinterland in die Parks und eben auch in den Addo. Wir finden aber im Städchen Addo auf einem idyllischen Hof in viktorianischem Stil ein wunderschönes Schattenplätzchen. Am nächsten Morgen durchfahren wir dann den Addo NP von Nord nach Süd über seine ganze Länge. Addo ist bekannt für seine große Elefantenpopulation…allerdings scheinen diese vom Erdboden verschluckt zu sein. Wir fahren alle möglichen Tracks im nördlichen Teil des Parkes ohne auch nur ansatzweise etwas elefantenähnliches zu sehen, abgesehen von den alten, vertrockneten “Elefantenäpfel” ( welche von der Grösse her aber eher “Melonen” sind). Sogar die allgegenwärtigen Pillendreher suchen verwirrt nach frischer Elefantenscheisse. Jene Käfer, welche die Elefantenscheisse in Stücke schneiden, zu golfballgrossen Kugeln formen und diese dann in alle Richtungen über Stock und Stein zu ihren angebeteten Käferweibchen rollen, einerseits um zu imponieren und andererseits um einen Brutplatz für den Nachwuchs zu haben.

Erst weiter im Süden erspähen wir dann endlich die ersten Rüsseltiere und freuen und wie kleine Kinder. Über die nächsten Kilometer bis zum südlichen Ausgang folgen noch viele weitere Sichtungen.

Nun geht’s an der Küste (Garden Route) entlang zum Tsitsikama NP. Hier gibt es zwar nicht viele Tiere zu beobachten, dafür aber eine wunderbare und wilde Küstenlandschaft mit dem tobenden Meer.

Die letzte Etappe ist ein Novum für uns. Gü und Nathaly, unsere Seelenverwandten Weltreisenden aus Zug, haben uns empfohlen, in Oudtshorn ein Erdmännchen-Tour zu machen. Nathaly und Gü werden wir im Juni für eine dreiwöchige Tour durch Namibia und Botswana treffen, und sie einen kleines, erstes Wegstück in ihr neues Leben im Norden von Sambia begleiten.

Noch vor der Erdmännchentour besuchen wir eine Staussenfarm. Rund um Oudtshorn gibt es unzählige Straußenfarmen. Früher und wahrscheinlich auch heute noch ein lukratives Business. Früher wurden die Strauße wegen ihren schönen und damals modischen weißen Federn gezüchtet. Die Federn wiederum wurden zu Federboas und Staubwedel verarbeitet. Heute finden die Federn fast keinen kommerziellen Absatz mehr, das zähe und schöne Straussenleder aber umso mehr. Zudem wird auch das Fleisch dieser Vögel wegen seines geringen Fettanteils sehr geschätzt. Die Tour war sehr interessant und unterhaltsam, durften die mutigsten Tourteilnehmer doch einen Ritt auf einem Strauß wagen.

Für die Erdmännchentour mussten wir sehr früh aufstehen. Treffpunkt Straßenkreuzung um 05.35 Uhr. Das einzig positive dieser frühen Treffzeit war, dass wir die neuen Lampen des Defender in “Natura” ausprobieren konnten. Derjenige der vor uns gefahren ist, hat wohl einen heißen Nacken bekommen…

An der Erdmännchenkolonie angekommen mussten wir eine geschlagene Stunde warten bis diese Morgenmuffel ihren Bau verlassen wollten. Eine Stunde frieren!!!

Endlich, als die ersten Sonnenstrahlen den Eingang des Baus erreichten, kam ein Erdmännchen nach dem anderen aus dem Bau. Dort hielten sie Inne und richteten ihren unbehaarten Bauch genau Richtung Sonne, um Wärme zu tanken. Dieses “posen” für die vielen Photokameras ging so etwa 30 Minuten, bis sich alle aufgewärmt hatten, um dann plötzlich in Hektik zu verfallen und wie wild nach essbarem zu suchen, Rangordnungskämpfe auszutragen oder einfach nur ein bisschen Staub und Dreck vor dem Baueingang zu beseitigen. Das war’s dann. Dank den sehr ausführlichen und interessanten Erläuterungen unseres Guides war das eine super Tour.

Just am Ende der Tour erreicht uns ein SMS von Russel mit der Nachricht, dass die Ersatzteile in Capetown angekommen sind. So machen wir uns also auf den Weg nach Capetown, holen die Teile ab und fahren zurück auf Russel’s Farm.

Am nächsten Morgen sind die Teile schnell eingebaut, die Klimaanlage mit Kühlmittel gefüllt und siehe da, sie kühlt wieder!

Inzwischen ist Bill, ein weiterer Freund von Russel eingetroffen. Im Laderaum seines Kleinbusses liegen 5, in der letzten Nacht erlegte Wildschweine. Wir packen die Schweine und hängen sie kopfunter an Kacken auf…um sie zu häuten und in handliche Portionen zu schneiden. So packt sich jeder ein scharfes Messer und die Schnibbelei geht los. Nach kurzer Einweisung mache auch ich meine erste Erfahrung mit dem “Hautabziehen”.

Zur Belohnung gibt’s dann zum Zmittag die ganz frischen Wildschweinfilets.

Nun wird es aber endlich Zeit, um dem stationären Frohnerleben Lebewohl zu sagen und im Defender in Richtung Namibia aufzubrechen.

So verabschieden wir uns von Russel und verabreden uns wieder für Ende Juni, für den Abschlussservice und die Vorbereitung auf die MFK in der Schweiz.

 

Alles weitere in Kürze auf diesem Kanal!  Häbet’s guet!

2 Responses to Afirca…we are back!

  1. Tanja Michlmayr

    Hoi zäme, nach langen Monaten haben wir endlich wieder mal eure Webseite besucht und viel viel gelesen. Eure Berichte sind sehr interessant und spannend zu lesen. Andy und ich waren im Herbst 1999 drei Wochen in Westaustralien unterwegs und waren tauchen in Exmouth, schnorcheln an der Turquoise Bay und in Coral Bay. Hat uns auch sehr gut gefallen ! Auch Kalbarri, die Pinnacles und den Yanchep N.P. haben wir besucht. Wir schwelgen in schönen Erinnerungen dank Euch …. Über Weihnachten/Neujahr waren wir wieder für 14 Tage in Colorado zum Skifahren und genossen herrliche Verhältnisse zu viert. Ende April reisen wir zwei Wochen nach Florida und freuen uns auf die Wärme, Sonne und schöne Natur nach einer langen und schönen Wintersaison. Wir hoffen, dass ihr Eure Zeit auf der grossen Reise geniesst und wünschen Euch weiterhin viel Spass und gutes Gelingen. Die Reiseberichte von Neuseeland wecken das Reisefieber in uns, vielleicht finden wir auch mal Zeit für eine längere Reise, wenn die Kids älter sind. Ganz liebe Grüsse von uns allen aus Merlischachen nach Südafrika, Tanja und Familie

  2. Sabine & Johannes

    Hallo Ihr Zwei
    Das hört sich ja wieder nach einer sehr interessanten Reise an. besonders die Berichte über die Tierwelt gefallen uns sehr. Wildschwein häuten wäre sicherlich nicht mein Ding, Hut ab Ingrid wenn Du das geschafft hast. Wir verfolgen eure Berichte immer mit Spannung und sind auf eure Business Idee gespannt. Grüsse von Neuseeland nach Afrika , Johannes und Sabine