Ueber den Richtersveld Nationalpark nach Namibia

Posted by on März 30, 2014

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Endlich geht es los. Die Klimaanlage ist eingebaut und wir verabschieden uns für die nächsten Monate von Russel. Ziel sind die Cederberge, wo wir einen Tag wandern wollen. Leider hat Südafrika ein verlängertes Wochenende und entsprechend ist der Campingplatz ausgebucht. Nicht nur dieser sondern sämtliche Plätze in den Cederbergen. Also zurück auf die Hauptstraße und weiter nordwärts. In 2010 hat die Regierung begonnen, die Strasse Richtung Namibia zu sanieren. Nun, fast vier Jahre später ist man weit entfernt davon, fertig zu sein. Wir fahren über 200km Stop-And-go, d.h. wir warten 10 Minuten, dann fährt es im Einspurbetrieb ein paar Kilometer weiter. Nach dieser Baustelle sind wenige Kilometer frei, dann warten wir wieder 10 Minuten und das Spiel fängt von vorne an. So verlieren wir locker ein paar Stunden auf unserem Weg. Aber wir haben ja Zeit. Die gestressten Südafrikaner aber nicht und sie überholen uns an allen möglichen und unmöglichen Orten. Wir übernachten in Clanwilliam. Das ist netter und sauberer Ort mit schönen Cafés. Einzig der Campingplatz ist heruntergekommen und schmuddelig. Macht nichts, wir wollen hier ja nur schlafen und in den Sanitäranlagen tragen wir Schuhe. Schade.

Vor dem nächsten großen Ziel, dem Richtersveld NP, übernachten wir in Springbok und füllen Vorräte, Wasser und Diesel auf. Hier ist der Campingplatz sauber und gepflegt und wir fühlen uns wohl.

Russel hat uns für Richtersveld Routenvorschläge gemacht und so ist bereits die Hinfahrt via Eeksteinfontein abseits der normalen Zufahrtsstraße ein Erlebnis. Da noch immer verlängertes Wochenende ist, ist der von uns gewünschte Platz (weil der beliebteste) besetzt und wir müssen für die erste Nacht mit einem anderen vorlieb nehmen. Richtersveld ist eine Bergwüste und grenzt im Norden an Namibia. Der Orange River bildet die Grenze. Es regnet ca. 50 Millimeter pro Jahr und weil es so trocken ist, sieht man auch nicht viele Tiere. Das Spektakuläre am Park sind seine Abgeschiedenheit, die Farben und Formen der Landschaft. Wir sind begeistert und genießen die absolute Stille im Park. Am zweiten Tag fahren wir quer durch die wilde Landschaft und über Bergpässe zum DeHoop Camp am Orange River. Hier teilen wir den Platz mit einer Familie, die wir aber weder sehen noch hören (weil sie so weit entfernt sind). Die einzigen Geräusche hier sind das Wasser und die Vögel. Am Abend kommt Bewölkung auf und es fängt tatsächlich an zu regnen. Ganz leicht nur, aber immerhin. In der Nacht hören wir das leise Tropfen auf unser Dach. Schön. Am Morgen regnet es nicht mehr, es bleibt aber bewölkt. Wieder fahren wir über Stock und Stein durch den Park zum nächsten Campingplatz. Kokerboom-Kloof. Wir sind gerade angekommen und haben uns eingerichtet, da fängt es richtig an zu regnen. Und es will gar nicht mehr aufhören. 50 MM Regen pro Jahr und wir meinen, diese Menge an diesem Tag abbekommen zu haben. Die Natur freuts, also ist es ok. Wir frieren ein wenig und legen einen Indoor Tag ein. Schade für all die schönen Fotos, die wir nicht schießen können. Der nächste Morgen zeigt sich wieder, wie wahrscheinlich an 360 Tagen pro Jahr, nämlich mit Sonne und blauem Himmel. Wir freuen uns, machen viele Fotos und fahren dann los. Für die ca. 60 km an die Parkgrenze brauchen wir mehrere Stunden. Dort erfahren wir, dass der Fährbetrieb bei Sendelingsdrif (unser Grenzübergang) wegen zu viel Wasser eingestellt ist. Das bedeutet einen Umweg von 160 km, wir fahren über eine Naturstrasse nach Alexander Bay am atlantischen Ozean und dort über die Grenzbrücke nach Oranjemund in Namibia. Der Grenzübergang geht flott, die Beamten sind freundlich und speditiv. Da wir unsere Vorräte im Park aufgefuttert haben, gehen wir im nächsten Ort (Rosh Pina) einkaufen und besorgen uns auch gleich die namibischen SIM Karten. In weniger als einer Viertelstunde sind wir wieder am Netz angeschlossen. Unterkünfte gibt es hier keine und wir fahren nochmals 170 km bis nach Aus. In Aus gibt es eine schöne Lodge der Gondwana Gruppe und da sie auch Camping anbieten, checken wir dort ein. Es ist spät, wir sehen gerade noch den phantastischen Sonnenuntergang bei einem Glas Rock Shandy (alkoholfreies Getränk). Nach diesem langen Tag möchten wir nicht mehr kochen und wir genießen das feine Abendessen in der Lodge.

Wir lassen die asphaltierte Strasse, welche Südafrika mit Windhoek verbindet, weiter links (resp. rechts) liegen und fahren auf Naturstrassen nordwärts. Nächstes Highlight ist das Pad 707, eine Strasse inmitten von Wüsten, Sanddünen und kleinen Bergen. Und alles mit unterschiedlichen Farben. Die Strasse ist in einem ok Zustand und wir kommen flott voran. Wir steuern die Koiimasis Lodge an. Dort waren wir im Vorjahr bereits mit Claudia und Thomas, nur waren die 5 Stellplätze damals besetzt und wir „mussten“ mit der Lodge vorlieb nehmen. Dieses Mals sind wir die einzigen Camper und können den ganzen Nachmittag die Ruhe und die schöne Umgebung geniessen. Überhaupt sieht es ganz anders aus als im Vorjahr. Namibia hat damals seit fast zwei Jahren keinen Regen mehr gehabt und war entsprechend trocken (aber trotzdem sehr schön zum Anschauen). Dieses Jahr hat es in Namibia Regen gegeben und so sind die Landschaften im Süden teilweise sehr grün. Da es auch im Norden geregnet haben soll, sind wir bereits gespannt, ob wir dort zum ersten Mal richtige Wasserdurchfahrten erleben werden. Die Lodge verkauft auch Produkte von der eigenen Farm und wir kaufen leckeres Oryx-Filet und Trockenfleisch.

Da wir auch bei Sossusvlei vorbeikommen, machen wir natürlich auch dort einen Halt. Sossusvlei ist mit dem Etoscha Park zusammen die wohl wichtigste Touristendestination von Namibia. Es ist Nebensaison und der Campingplatz ist kein Problem. Wohl aber die Freundlichkeit der Mitarbeiter an der Rezeption und wir merken einmal mehr, dass hier Freundlichkeit und Professionalität wesentlich besser in den privaten Lodges  beherrscht wird als von Staatsangestellten. Der Vorteil des Camps liegt darin, dass man eine Stunde früher als die Besucher der anderen Camps in den Park hinein darf am Morgen. So schlucken wir einen bösen Kommentar runter, zahlen Camp und Parkeintritt und beziehen unseren Platz. Wieder einmal ist Pädy’s Glückstag. Unser Campnachbar, immerhin 50 M weg von uns, versenkt seinen Wagen im Sand und bekommt ihn selber nicht wieder raus. Wir lassen unser Mittagessen liegen und Pädy bietet natürlich umgehend unsere Hilfe an, welche auch dankbar angenommen wird. Gesagt, getan, die Winde ist ausgefahren und der Wagen aus dem Sandloch rausgezogen. Wir alle sind glücklich. Rote Sanddünen sind während dem Tag nicht annährend so spektakulär wie nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang und entsprechend verbringen wir den Nachmittag mit Lesen. Zum Sonnenuntergang werden wir aktiv, fahren zur Elim-Düne und rennen keuchend die Düne hinauf (weil wir wohl doch etwas zu spät abgefahren sind). Die Zeit reicht und wir machen zufrieden unsere Bilder und teilen uns einen Jäger (Hunter = Apfelmost, siehe Bild).

Exkurs: Nun, dieser Bericht wäre schon längst fertig. Wir sind in Swakopmund auf dem gediegenen Stadtcampingplatz mit privaten Sanitäranlagen und legen einen Bürotag ein. Ziel für heute war, Einzahlungen zu machen, E-Mails zu schreiben, Reservationen für Chobe und Moremi in Botswana vorzunehmen und eben diesen Bericht zu verfassen. Da aber die wenigen Gäste auf dem Platz zum grossen Teil aus Schweizern bestehen, verbringen wir mehr Zeit mit Schwatzen als mit Arbeiten. Jetzt ist es bereits dunkel und es ist kalt und ich bemühe mich, abzuschliessen.

Aber zurück zu Sossusvlei. Das Tor wird am Morgen um 6 Uhr geöffnet und wir fahren 15 Minuten später los. Damit sind die Schnellen vor uns auf der Strecke und unser Ziel für den Sonnenaufgang ist die Düne 45. Diese Düne liegt 20 km vor dem berühmten Dead Vlei und dem Sossusvlei. Wir erreichen Düne 45 ein paar Minuten vor Sonnenaufgang und schauen zu, wie die Sonne aufgeht und uns langsam wärmt. Anschliessend fahren wir zu den beiden Vleis und haben insbesondere das Dead Vlei für uns selbst, da die ersten Besucher bereits wieder abgezogen sind.

Da der Weg nach Swakopmund an diesem Tag zu lang ist, bleiben wir eine Nacht im Tsondab Valley. Dort gibt es nur drei Stellplätze und aus den Sanitäranlagen geniesst man eine offene Sicht ins Tal hinein. Die einzigen anderen Gäste sind vier andere Schweizer. Auch hier ist die Landschaft sehr viel grüner als beim letzten Besuch vor einem Jahr.

Die Lodge Besitzerin warnt uns vor der schlechten Strasse bis nach Swakopmund. Die Strasse war letztes Jahr schon eine Katastrophe und wir haben damals die einzige Reifenpanne in unserem Afrikajahr gehabt. So erwarten wir jetzt wirklich Schlimmes und eine arge Nervenstrapaze. Die Strasse ist zu Beginn aber gar nicht so schlecht und wir sind dankbar für jeden „guten“ Kilometer. Das Erstaunliche ist, dass die Strecke überhaupt nicht schlechter wird. Im Gegenteil, wir haben selten eine so gute Naturstrasse gesehen: fast kein Wellblech, keine bösartig spitzigen kleine Steine, die die Reifen zerfleddern. Nach drei Stunden kommen wir gut gelaunt in Walvis Bay an und von dort führt eine Teerstrasse nach Swakopmund. Wir können überhaupt nicht nachvollziehen, dass die Lodge Besitzerin das nicht gewusst hat. Wie auch immer, wir und das Auto sind sehr zufrieden mit der Situation.

Jetzt sind wir also in Swakopmund und wollen etwas Administration erledigen. Morgen werden wir ein paar Erledigungen in der Stadt erledigen, da ja heute die meisten Geschäfte geschlossen waren. Und dann geht es ab in den Norden mit dem Ziel, tief ins Kaokoveld reinzufahren. Der Defender fährt tadellos und wir freuen uns auf das Neuland.

 

4 Responses to Ueber den Richtersveld Nationalpark nach Namibia

  1. Margot Meyer

    Hallo Ingrid und Patrick

    Die beiden AFRIKA-Berichte verschlungen, sind schlicht ausgedrückt fantastisch! Samot Bilder!!!!
    Liebe Grüsse Mama, Margot

  2. Paps

    Hola Ingrid und Paty
    Ein fantastischer Bericht. Weiterhin gute Fahrt.
    Liebe Gruesse aus Santo Domingo Pap¨s

  3. Marion u. Hans-Peter

    Hallo Ihr Lieben,
    Wir lieben eure Berichte, sofort ist man mitten drin und erlebt eine fantastische Reise mit euch. 🙂
    Wir können nur WOW sagen, die Fotos sind grandios und man kann fast nicht die Augen davon weglassen…. es lädt einem gerade zum Träumen ein. Vielen Herzlichen Dank für die Zeit, die ihr für die Berichte und Fotos auf euch nimmt und uns teilhaben lässt.
    Ganz liebi Grüessli und e härzliche omarmig.
    Marion und Hans-Peter

  4. pam & rené

    Hullo ihr Beiden!
    Wir haben mit grossen Interesse Euren Afrika-Berichten gelesen; freut uns dass Ihr so flott voran kommen! Sind ihr schon durch den Kaokaveld hindürch?
    Alles paletti hier bei uns……………..es hat AENDLI einmal etwas abgekühlt, und wir Alle, “Hundelis” inklusive, geniessen den täglichen “sünnele” auf unseren Terasse! Wish you were here too!
    Hoffe, Ihr habt meinen Email bekommen?
    Heb Sorg, und wir wünschen Euch eine ganz schöne Zeit/Reise noch.
    Greetings, Pam & René; Schwyzi und Häx.

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