Namibia Epupa Fälle bis Maun in Bostswana

Posted by on April 25, 2014

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Unser nächstes Ziel sind die wunderschönen Epupa-Wasserfälle. Zuerst stocken wir aber unsere Vorräte im Spar in Opuvo auf, um die geplanten Tage in der Abgeschiedenheit des Kaokofeld autonom zu sein. Die Nacht verbringen wir, wie letztes Jahr auf dem Campingplatz der Opuvo Country Lodge. Die lange Fahrt am nächsten Tag über die Schotterpiste bis zu den Fällen kommt uns dieses Jahr nicht so unangenehm rumpelig vor wie das letzte Mal. Dies wohl nicht zuletzt, weil wir nun den Reifendruck auf 1.8 Bar reduziert haben und dadurch die Wellblechoberfläche der Piste nicht so arg spüren. Die Piste wurde aber in der Zwischenzeit sicherlich einmal mit einem Grader bearbeitet. Auch hier bemerken wir die viel grünere und üppigere Vegetation. Wir checken auf dem Campingplatz der Omarungo Lodge ein und genießen unseren Platz mit traumhafter Aussicht direkt am Kunene. Der Kunene bildet die Grenze von Namibia zu Angola. Die Fälle führten viel mehr Wasser und sind somit um ein vielfaches größer, breiter und imposanter. Wir unternehmen eine kleine Photowanderung zu Aussichtspunkten mit herrlicher Sicht auf die ganze Pracht der Fälle. Am Abend genießen wir den Sonnenuntergang bei einem “Sundowner” hoch über den Fällen mit atemberaubender Sicht.

Unser nächstes Ziel ist das wirklich abgelegene und nur schwer zugängliche Marienflusstal. Dabei führt der direkteste Weg über den berühmt-berüchtigten Van Zyl Pass. Dieser Pass kann wegen seiner extremen Steilheit nur in einer Richtung befahren werden und das auch nur mit echten Offroad-Fahrzeugen. Wir quälen uns über 5 Stunden über Stock und Stein am A… der Welt bis wir schließlich am eigentlichen Pass ankommen. Wir sind von dem elenden Gerumpel und Geschüttel arg genervt und haben genug! Der Rest der Tagesetappe würde weitere 7 Stunden in Anspruch nehmen, oft im Schneckentempo. Zu Fuß wären wir wohl um einiges schneller am Ziel. So entscheiden wir einstimmig, dieses Unterfangen hier abzubrechen und den schnellen und einigermaßen angenehmen Weg zurück nach Opuvo zu nehmen. Später erfahren wir von anderen Reisenden, dass es nicht noch schwieriger geworden wäre, aber der Verschleiß an Material und Nerven erheblich ist. Da wir sehr an unseren Defender hängen, wollen wir ihn nicht auf’s Spiel setzen. Wenn dort etwas ernsthaft kaputt geht, dann kann es Tage bis Wochen dauern, bis der Wagen repariert ist, denn eine Bergung kommt in diesem Terrain nicht in Frage. Wir bedauern unseren Entscheid nicht! Müde kommen wir wieder in der Opuvo Country Lodge an und freuen uns nun auf den Etosha Nationalpark.

Diesmal wollen wir den Park von Osten her durchfahren und eine Neue Lodge mit Camping unmittelbar beim Parkeingang in Namutoni besuchen. Die Lodge heißt Onguma und bietet ein luxuriöses Bushcamp mit Safarizelten, eine klassische Lodge und einen permanent ausgebuchten Campingplatz mit nur fünf Plätzen, jeder mit eigenen Sanitäranlagen und gedeckter Küche. Weil sie alle zwei Tage bis zu 15 Camper abweisen müssen, haben sie einen weiteren Campingteil eröffnet. Eigenes Restaurant, Pool, Lounge mit WIFI und eben diese herrlich luxuriösen Campingplätze. Hier werden wir professionell und sehr freundlich empfangen und fühlen uns sofort wohl. Ganz anders fällt der erste Eindruck am nächsten Morgen, bei der Einfahrt in den Nationalpark aus. Die Angestellte der Nationalparkverwaltung ist schnippisch, unfreundlich, gelangweilt und unsympathisch. In Namutoni, wo wir die Eintrittsgebühren bezahlen, ist es nicht anders. Leider zieht sich dieses Bild wie ein roter Faden durch fast alle staatlichen Institutionen. Wir fragen uns, wer denn nun für wen da ist?  

Den Tag verbringen wir im Etosha Nationalpark, der wie alles andere ringsum ungewöhnlich grün ist. Wir haben von anderen Reisenden gehört, dass es sehr schwierig sei, in dieser dichten Vegetation überhaupt Tiere zu sehen. Als alte Safari-Profis lassen wir uns aber nicht entmutigen und gehen mit großen Erwartungen zwischen Namutoni und Halali auf die Pirsch. Und wieder einmal ist das Glück uns hold und wir sehen außer Leoparden so ziemlich alles was Etosha zu bieten hat.

Wir hängen eine dritte Nacht an und fahren quer durch den Park nach Okaukuejo in das uns gut bekannte Restcamp. Auf dem Weg dorthin begegnen wir der großen Leere! Außer ein paar kleinen Antilopen ist der Park wie leergefegt. Auch am bekannten Wasserloch ist nichts, aber auch gar nichts zu beobachten. So setzen wir uns auf unserem Platz vor den Defender, kochen einen schönen Kaffee und beobachten die Webervögel, die an der nahen Schirmakazie ihre Nester-Burg ausbauen und eilig das Futter für ihren Nachwuchs heranschaffen.

Am Abend wollen wir für einmal nicht selber kochen und reservieren im Restaurant. Wir freuen uns auf das reichhaltige Buffet mit dem immer leckeren und frisch gegrillten Fleisch und dem bunten Salatbuffet. Vor der Abfahrt pilgern wir ein letztes Mal zum Wasserloch mit der Hoffnung doch noch etwas Wildes zu erspähen. Uns erwartet ein trauriger, aber seltener Anblick. Eine arg verletzte Tüpfelhyäne quält sich langsam vom Wasserloch weg ins schützende Buschwerk. 

Weiter geht’s in Richtung Osten über lange schnurgerade Strassen in Richtung Caprivi Streifen. Die erste Etappe führt uns zum zweiten Mal zu Roy’s Camp. Der halbe Campingplatz steht unter Wasser und doch finden wir ein trockenes Plätzchen an erhöhter Lage und erst noch in der Näher der Bar, der Campküche und den Sanitäranlagen. Nach uns treffen noch weitere Schweizer ein, sodass wir uns zuletzt mit drei Fahrzeugen fast eine kleine Wagenburg bauen. 

Da wir den Caprivi-Streifen das letzte Jahr nicht richtig erkundet haben, wollen wir das jetzt nachholen und wir suchen uns die schönsten und abgelegensten Comunity Camps aus um zu übernachten. Eines davon ist das Nambwa Community Camp. 14 Kilometer abseits der Hauptstraße, direkt an einem Seitenarm des Kwando gelegen. Wir sind die ersten Besucher heute und wir können den Platz frei wählen. Kennedy, der Campwarden empfiehlt uns die Nummer 2 (von nur 3 verfügbaren Plätzen). Der Platz ist paradiesisch mit freier Sicht über den Kwando und das Riedland dahinter. Die Hypos grunzen und schnauben vor unserer Nase. Wir sehen sie zwar nicht, hören sie aber umso besser….auch in der Nacht.  

Im nächsten Camp, dem Camp Kwando treffen wir auf Eric und seine zwei Mitreisenden. Wir haben uns in der Opuvo Country Lodge kennen gelernt und tauschen die neuesten Reiseinformationen aus. Eric gibt uns dann auch den entscheidenden Tip, mit wessen Hilfe wir wohl doch noch unsere Buchungen für die bevorstehende Reise mit Cathy und Gieri durch Botswana vornehmen können. Ingrid hat in den vergangenen Tagen, ja fast schon Wochen vergeblich versucht, per Mail und telefonisch, Campingplätze und Bootstouren zu buchen. Ein frustrierendes Unterfangen…da die meisten Anfragen einfach im Sande (oder Okavango Delta) zu verlaufen scheinen. Wir schöpfen neue Hoffnung unseren lieben Freunden doch noch das versprochene Reiseprogramm bieten zu können. Da Ostern vor der Tür steht und die Europäer und kinderlosen Südafrikaner unterwegs sein werden, scheint alles ausgebucht zu sein. Wir hoffen auf ein Wunder! Später am Nachmittag stehen plötzlich Thomi und Raymonde vor uns. Wir haben die beiden Langzeitreisenden das erste Mal 2012 in Lusaka (Sambia) getroffen und dann 2013 zusammen mit Franz, Nicky und Irene im Hwange NP in Zimbabwe. Die Welt ist klein! Wir unterhalten uns lange über das in der Zwischenzeit Erlebte bei einem Glas Wein an der Bar. 

Diesmal verlassen wir Namibia über die Ngoma Bridge und werden als erstes von der Qurantäne-Inspektorin begrüßt und der Kühlschrank nach gefährlichen Substanzen gefilzt. Schließlich mussten wir unsere gefährliche Milch zur fachgerechten Entsorgung den einheimischen Kindern übergeben.

Von der Grenze ist es nur noch ein Katzensprung nach Kasane und der Chobe Safari Lodge. Eine Nacht und ein Dinnerbuffet lang bleiben wir hier um dann anderntags zuerst einen Gamedrive entlang des Chobe Rivers zu machen und dann am frühen Nachmittag in der Senyati-Lodge einzuchecken. Hier haben wir einen großzügig bemessenen Stellplatz für unseren Defender und unsere eigenen sanitären Einrichtungen. Auch dieser Platz scheint fest in Schweizer Händen zu sein. Wir treffen Ueli und Kathrin mit ihren Eltern. Ueli und Katrin sind am Anfang einer ähnlichen Reise wie die unsere. Später lernen wir auch noch Peter und Christine, zwei “Bayern” kennen und tauschen unsere Erfahrungen und das Wissen um den Defender aus. Wie jeden Abend dann, kommen mehrere Elefantenfamilien ans nahe Wasserloch.

Wir werden langsam ganz nervös und der Drang nach Maun zu Misha und Christian zu fahren wird immer größer. Da es für den sehnlich erwarteten Besuch von Cathy und Gieri auch noch viel zu organisieren gibt, nehmen wir diesen Umstand als Rechtfertigung um früher als geplant nach Maun zu fahren. Der Weg dorthin führt uns mitten durch den Chobe und den Moremi Nationalpark. Wir konnten in letzter Minute einen Platz im Linyanti Camp reservieren und freuen uns eine Nacht dort verbringen zu dürfen. Aus dem Vorjahr wissen wir, dass uns eine tiefsandige Piste erwartet, umso erstaunter sind wir, dass diese Piste dieses Jahr, nach dem vielen Regen alles andere als tiefsandig ist. Wir kommen flott voran und genießen den Nachmittag auf dem schönsten der nur 3 Stellplätzen. Etwas später kommen ungeplanterweise dann auch noch Ueli und Kathrin auf den Nachbarplatz.

Wir verabreden uns, am nächsten Morgen die Fahrt nach Maun gemeinsam anzugehen um bei allfälligen Pannen nicht alleine in der Wildnis zu stehen. Zum Glück für die beiden!!! 

Auf halber Strecke kommt den vor uns fahrenden Schweizern in ihrem Toyota ein anderer Toyota entgegen. Beide weichen einander nur halbherzig auf dem engen Singletrack aus und so passiert was ein routinierter Defenderfahrer vorausgesehen hätte…die beiden Toyotas rutschen aufeinander zu und verkeilen sich. Die ganzen Fahrbahn ist blockiert und es geht weder vor- noch rückwärts ohne die Wagen zu beschädigen. So retten Ingrid und ich nun also zwei Toyotas auf einen Streich! Was für ein wunderbarer Tag! Mit der Machete schlagen wir eine Umfahrungsschneise und bringen unser Toyota-Recovery-Vehicle in Position. Mit der Winde ziehen wir den einen Toyota ein wenig zur Seite, so dass der andere langsam vorbeifahren kann. Was hätte das für ein ungeheures Verkehrschaos im Chobe gegeben, wenn wir nicht zur Stelle gewesen wären!!! 

So jetzt ist es Zeit, unsere lieben Freunde Cathy und Gieri in Maun am Flughafen abzuholen! Alles Weitere, insbesondere unsere Tolle Zeit in Maun auf Matsaudi bei Chrigel und Misha werden wir im nächsten Bericht erzählen.

 

 

One Response to Namibia Epupa Fälle bis Maun in Bostswana

  1. Anita & Rolf

    Hallo Ihr Beiden
    Wie immer interessant geschrieben.
    Wir wünschen weiterhin erlebnisreiche Tage im südlichen Afrika und freuen uns auf den Abschiedstrunk in Somerset im Juni.
    Liebe Grüsse aus Vietnam
    Anita & Rolf