Mit Cathy & Gieri durch Botswana und Zimbabwe

Posted by on Mai 4, 2014

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Aufgeregt warten wir am Flughafen von Maun auf unsere Freunde Cathy und Gieri. Ihr Flugzeug landet pünktlich und wir können sie endlich willkommen heissen. Ein Fahrer hat ihren Camper von Johannesburg nach Maun gebracht. Es ist ein schmuckes Fahrzeug und alles funktioniert tadellos. Schnell verlassen wir das Flughafengelände (nicht ohne dass wir die beiden natürlich noch von der Notwendigkeit einer Versicherung bei Okavango Air Rescue überzeugt haben) und fahren zur Thamalakane Lodge. Dort übernachten sie die erste Nacht, das Abendessen geniessen wir aber in Matsaudi bei Chrigu und Mischa. Müde und zufrieden bringen wir sie nach dem Abendessen zurück zur Lodge, welche ja nur ein paar wenige Kilometer entfernt ist.

Den ersten Tag wollen wir ruhig angehen lassen und haben deshalb eine Bootstour ins Okavango Delta gebucht. Wir haben uns viel zu erzählen und haben entsprechend eine private Tour arrangiert. Leider versucht der Veranstalter, uns noch weitere Gäste auf das Boot zu geben. Energisch machen wir ihm klar, dass wir für eine private Tour bezahlt haben und auf eine solche Tour bestehen. Das sieht er dann ein und bringt uns zu unserem Boot. Es ist ein schöner Tag mit sehr schöner Landschaft. Es hat bereits viel Wasser im Delta, das Grass ist hoch und entsprechend sind Tierbeobachtungen nicht ganz einfach. Wir sehen ein paar Flusspferde und viele bunte Vögel. Das Wasser im Delta kommt aus den angolanischen Bergen und aufgrund der vielen Regenfälle in Angola wird das Delta in den nächsten Monaten sehr viel mehr Wasser erhalten. Wir kehren nach Matsaudi zurück und diese Nacht schlafen auch Cathy und Gieri hier.

Nun soll es losgehen und wir verlassen Maun in Richtung Nxai Pan Nationalpark. Die Zufahrt zu den Pfannen ist teilweise tiefsandig. Für Gieri ist es ein „first“ im tiefen Sand zu fahren. Pädy setzt sich zu ihm in den Wagen und Cathy begleitet mich. Er macht das prima und nach etwas mehr als einer Stunde haben wir die 37 Kilometer Anfahrtsweg zur Pfanne geschafft. Das heisst, fast geschafft. Denn 100 Meter vor dem zweiten Eintrittstor haben sich ein Dutzend Elefanten am Wasserloch direkt an unserem Weg eingefunden. Sie baden, bestäuben sich mit Sand oder fressen von den nahen Büschen. Da sie unseren Weg etwas blockieren, nehmen wir uns viel Zeit zum Fotografieren. Es ist Mittagszeit und wir wollen am nahe gelegenen Campingplatz essen gehen. Also fährt Gieri ein wenig näher an den Weg-Blockierenden Elefanten heran und nach anfänglichem gereiztem Kopfschütteln trollt er sich zur Seite und wir passieren. Den Nachmittag verbringen wir mit einer Pirschfahrt und fahren zu Baines’ Baobabs. Diese erwischen wir gerade noch bei Sonnenschein bevor Wolken den Anblick trüben. Sandfahren braucht viel Zeit. Wir erreichen den Ausgang genau 10 Minuten vor Torschluss, wo uns ein aufgeregter Parkwärter erwartet. Er hat mir am Morgen 100 Pula zuviel Wechselgeld für den Parkeintritt gegeben und da er erstens sehr gelangweilt und unfreundlich war und zweitens für die Berechnung des Rückgeldes von 600 auf 580 Pula einen Taschenrechner gebraucht  hat, habe ich ihn für einmal nicht auf seinen Fehler aufmerksam gemacht. Beim Nachzählen am Abend hat er es offensichtlich bemerkt und ich gebe ihm das Geld bereitwillig zurück (nicht ohne den Kommentar, dass er ja schliesslich einen Taschenrechner gebraucht hat). Wir erreichen unseren Campingplatz bei der Planet Baobab Lodge nach dem Eindunkeln. Wir fahren nicht gern am Abend, für einmal liess es sich aber nicht vermeiden. Nachdem unsere Freunde schon fast ein Zimmer in der Lodge buchen wollen, können wir sie gerade noch von der Schönheit des Campingplatzes überzeugen. Das Aufstellen ihres Campers geht blitzschnell und ohne Mühe. Sie sind sehr erleichtert und bald schon geniessen wir das Abendessen in der Lodge.

Die Strecke zwischen Gweta und Kasane ist etwas eintönig und wir entscheiden, dass wir den längeren Anfahrtsweg nach Kasane resp. den Victoria Fällen via Zimbabwe wählen. Wir überqueren die Grenze nahe Francistown und was bei uns mittlerweile ruckzuck geht, dauert mit dem Mietwagen aus Südafrika schier endlos. Auch hat es andere Leute, die über die Grenze wollen und das kostet zusätzlich Zeit. Als die Grenzbeamten in Zimbabwe am Schluss noch eine Bestätigung eines Agenten wollen, dass der Mietwagen auch wieder aus Zimbabwe ausgeführt wird, ist die Grenze unserer Geduld ziemlich erschöpft. Kostenpunkt ca. CHF 50. Der Beamte sitzt am längeren Hebel, also bezahlen sie die Gebühr, um endlich weiterzukommen. Unser Nachtlager ist bei der Big Cave Lodge, die wir bei wunderschöner Abendstimmung vor dem Eindunkeln erreichen. Die Menschen in Zimbabwe haben wir früher immer wieder als sehr freundlich und hilfsbereit erlebt und das ist in dieser Lodge nicht anders. Der Campingwart zeigt uns unseren Platz und macht auch gleich ein grosses Feuer. Gemütlich lassen wir den hektischen Tag am Feuer ausklingen.

Wir besuchen den Matopo Nationalpark, in dem auch Cecil Rhodes Grab liegt. Wir sind die einzigen Besucher und können so die herrlichen farbigen Steinformationen in Ruhe geniessen und fotografieren. Der Grabplatz wird auch World View genannt und die Sicht von hier oben ist tatsächlich beeindruckend. Unser nächstes Ziel ist die Ivory Lodge. Sie hat ein Wasserloch und wir haben Glück, bald schon kommen Elefanten zum Wasser. Wir sind die einzigen Camper (es hat auch keine anderen Lodge-Besucher) und auch hier bereitet uns ein Mitarbeiter ein grosses Feuer vor. Wir werden gewarnt, dass wir mit Tierbesuch rechnen müssen und tatsächlich hören wir in der Nacht lautes Löwengebrüll. Das ist Afrika und das lieben wir.

Unser Programm ist dicht gedrängt, am nächsten Tag wollen wir bis Victoria Falls kommen. Der Weg dorthin führt durch den Hwange Nationalpark. Früher hat einmal ein gutes Strässlein durch den Park geführt. Mangels Unterhalt ist es jetzt eine grauslige Schlaglochpiste und Autos und Fahrer leiden. Wir sehen ein paar Elefanten, Giraffen, Flusspferde und andere Tiere. Dazu fahren wir durch eine einsame Landschaft, welche von Mopanewäldern und Grasebenen beherrscht wird. Am letzten Wasserloch vor dem Verlassen des Parks machen wir Mittagshalt und beobachten ein paar Flusspferde, welche ein Krokodil aus ihrem Revier verjagen.

In Victoria Falls checken wir im Restcamp in einem einfachen Chalet ein und machen uns fein für die abendliche Sunset und Dinner Cruise auf dem Zambezi. Das ist Afrika pur. In der Stille des Abends gleitet unser Boot auf dem breiten Zambezi dahin. Wir sind nur 12 Gäste und werden von der Bootscrew mit Sundowner Drinks und Abendessen verwöhnt. Langsam geht die rote Sonne am Horizont (resp. etwas weniger idyllisch hinter ein paar Wolken) unter. Wir sind überzeugt, schöner könnte der Moment nicht sein.

Unsere Freunde haben etwas ganz Besonderes für den nächsten Tag ausgeheckt. Da die Sicht direkt an den Fällen durch die starke Gischt eingeschränkt ist, haben wir die beiden überzeugen wollen, sich die Fälle aus der Luft anzusehen. Wir selber haben die Fälle ja bereits mehrmals gesehen und können so guten Gewissens und neidlos auf dem Boden bleiben und nachher die Fotos unserer Freunde ansehen (ja, das nennt man Budgetrestriktionen von Langzeitreisenden – ein Luxusproblem). Cathy und Gieri sehen das aber ganz anders und laden uns spontan (oder wohlüberlegt und abgesprochen) zu einem Helikopterflug ein. Der Flug ist ein Supererlebnis und wir sagen noch einmal ein riesiges Dankeschön an unsere Freunde. Der Pilot dreht viele Schlaufen und Runden über den Fällen bevor er uns dann wieder heil und sicher auf den Boden zurückbringt. Von oben sieht man erst richtig, wie viel Wasser der Zambezi mit sich führt und wie gross die Fälle sind. Ein Fahrer bringt uns nach dem Flug direkt zum Eingang zu den Fällen (die ja ein Nationalpark sind). Wie erwartet, sind die Fälle von einer riesigen Gischt umgeben, fotografieren ist schwierig. Dafür ist es schön erfrischend und wir erhalten eine Zusatzdusche. Den Tag runden wir mit einem echt englischen High Tea im höchst stilvollen Victoria Falls Hotel ab.

Nun heisst es bereits wieder Abschied nehmen von Zimbabwe und wir steuern den Grenzübergang bei Kazangula an. Bisher haben wir 11 Polizeikontrollen erlebt in Zimbabwe und bei allen sind die Beamten freundlich gewesen und haben uns schnell durch gewunken. Ein Kilometer vor der Grenze werden wir wieder aufgehalten. Ich fahre und reiche meinen Fahrausweis. Das verwirrt den guten Mann. Pädy (Mann) sitzt rechts, rechts sitzt in Botswana der Fahrer und schliesslich fährt Mann und nicht Frau. Passt alles, nur dass der Polizist meinen Fahrausweis in den Händen hält. Er bemerkt seinen Irrtum, lächelt kurz und schleicht dann um unseren Wagen. Er lässt Licht machen, Blinker, Warnblinker und wir merken, dass er nach etwas sucht, dass eine Busse rechtfertigt. Schliesslich meint er etwas gefunden zu haben, das Nummernschildlicht brennt nicht. Schon schreibt er eine Busse von USD 20, da ruft Pädy, HALT, die Lampe brennt doch. Enttäuscht und frustriert stoppt der Polizist und sagt dann missmutig, wir sollen verschwinden. Schade für dieses Land, solche Beamten zu haben. Wir wissen aber auch, wie wenig Geld im Land vorhanden ist und wie verzweifelt die Lage von vielen Menschen ist. Entsprechend ist es zumindest nachvollziehbar, dass manche Polizisten mit allen Mitteln Geld versuchen zu machen. Der Grenzübertritt nach Botswana geht flott vonstatten und auch die nachfolgende Veterinärkontrolle nimmt nicht viel Zeit.

Wir bleiben zwei Nächte in Kasane und Umgebung, wollen aber auf zwei verschiedenen Plätzen übernachten. Das erste Camp ist Senyati Camp, ca. 10 km ausserhalb Kasane. Auf diesem Platz haben wir private Sanitäranlagen und zur Lodge gehört ein Wasserloch, welches sehr nahe an einer kleinen Aussichtsterrasse liegt. Das Holz für unser Feuer räubern Cathy und ich von anderen (nicht besetzten) Plätzen, nachdem die Mitarbeiter der Lodge uns kein Holz liefern (wie es vorgesehen ist vom Management). Die Elefanten enttäuschen uns nicht, pünktlich um 16 Uhr kommen die ersten zum Wasserloch. Gruppe um Gruppe nähert sich dem Wasser und kurz vor Eindunkeln gesellt sich ein gutes Dutzend Giraffen dazu. Wir geniessen unserer Sundowner auf der Terrasse und beobachten lange das geschäftige Tun dieser grossen Tiere. Bei diesem Bild braucht man gar keine Pirschfahrt zu machen sondern kann gemütlich darauf warten, dass die Tiere zu einem kommen.

Am nächsten Morgen machen wir uns dann doch auf, um im Chobe Nationalpark eine Pirschfahrt zu machen. Zuvor fahren wir aber noch in der Chobe Safari Lodge vorbei, um unseren am Vortag fix reservierten Platz Nr. 3 zu beziehen. Wir sind in der Vergangenheit 4 Mal in dieser Lodge gewesen und noch NIE hat die Platzreservation vor Ort geklappt. Dieses Mal haben wir bereits eine Nacht zuvor für den Platz bezahlt um sicher zu sein, ihn zu erhalten. Man kann sich unsere ungläubige Verärgerung vorstellen, als wir feststellen müssen, dass unser bezahlter Platz bereits besetzt ist. Pädy schleppt den Camper auf unserem Platz mit an die Rezeption, dort wird es laut und dieses Mal geben wir nicht nach. Der Platz muss geräumt werden. Ein klein wenig missmutig räumen die Camper unseren Platz und stellen ihre Zelte nebenan auf. Am Nachmittag verlangen wir noch nach dem Manager (er erinnert sich sehr wohl an uns vom letzten Jahr) und er muss sich eine weitere Predigt von uns anhören. Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass sich die Situation jemals verbessern wird. Die Angestellten verstehen auch gar nicht, weswegen wir so aufgebracht sind. Warum müssen die Gäste immer alles so kompliziert machen??

Auf unserer Pirschfahrt werden wir von einem kräftigen Regen überrascht. Die Tiere stehen entweder ganz verdaddert im Regen (Impalas) oder nehmen ihn ziemlich gelassen (Elefanten). Nach zwei Stunden werden die Wasserpfützen immer tiefer und wir beschliessen, die Fahrt abzubrechen. Wir freuen uns schon auf die gebuchte Bootstour am Nachmittag. Der Wettergott meint es dann aber gut mit uns und kurz vor der Tour hört der Regen auf und wir können die Tierwelt relaxed vom Wasser aus beobachten. Eine Steigerung ist nötig und wir haben für den nächsten Morgen eine weitere Bootstour gebucht, dieses Mal soll es wieder eine Privattour sein. Der Himmel zeigt sich strahlend blau um 7 Uhr morgens und wir sind begeistert von unserem Guide. Er kann uns viele Tiere zeigen und stellt das Boot jedes Mal optimal zum Fotografieren.

Leider hat Gieri keine guten Nachrichten von zu Hause, sein Vater ist sehr krank. Nach der Bootstour entscheiden er und Cathy, vorzeitig nach Hause zu reisen. Wir fahren auf der Teerstrasse zurück nach Maun und übernachten noch einmal in Gweta in der Planet Baobab Lodge. Natürlich sind wir ein wenig traurig, können aber den Entscheid sehr gut verstehen. Einen Tag später verabschieden wir uns am Flughafen von ihnen mit der festen Absicht, diese Reise irgendeinmal fortzusetzen. Es ist erst Mittag und Pädy und ich beschliessen, nach Moremi ins South Gate Camp zu fahren. Dort haben wir Reservationen für zwei Nächte. Unser Platz ist schön abgelegen und nachts hören wir Hyänen um unser Auto schleichen. Morgens sehen wir dann ihre Spuren im Sand. Die Elefanten haben High Life, sie sind in der Paarungszeit. In der Stille der Nacht hören wir sie ganz laut trompeten. Tagsüber sehen wir nicht viele Tiere, die Spannung in den Nächten gleicht das aber locker aus.

Wir kehren nach Maun zu Mischa und Chrigu zurück. Dieses Mal ist Mischas Vater zu Besuch und wir geniessen ein paar Tage mit ihnen. Wir bekochen uns gegenseitig mit Schweizer und Deutschen Küche – LECKER!!

 

Über den Blutspendetag in Maun und unseren Beitrag dazu wird Pädy das nächste Mal erzählen. Nur soviel, wir haben es überlebt.

 

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